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Kein Ego-Trip: Was Albon und Sainz bei Williams anders machen

Alexander Albon beweist Teamgeist trotz eigener Rückschläge - James Vowles erklärt warum sein Duo kein emotionales Gepäck mitbringt und wie das Team profitiert

Kein Ego-Trip: Was Albon und Sainz bei Williams anders machen

Williams-Fahrer: James Vowles lobt Carlos Sainz und Alexander Albon

Foto: NurPhoto NurPhoto

Williams-Teamchef James Vowles hat verraten, warum er sein Fahrerduo aus Alexander Albon und Carlos Sainz so extrem schätzt. Albon stieß bereits 2022 zu Williams, während Sainz zur Saison 2025 in Grove unterschrieb, nachdem er bei Ferrari durch den siebenmaligen Weltmeister Lewis Hamilton ersetzt worden war.

In einem Interview mit Frankie Langan lobte Vowles nun vor allem die Bescheidenheit der beiden Piloten und ihren Drang, die Ziele des Teams an oberster Stelle zu setzen.

"Es sind zwei brillante Fahrer. Ich schätze mich aus dieser Perspektive wirklich sehr glücklich. Keine Politik, kein Ego. Sie hätten jedes Recht auf ein Ego, aber sie haben keines", erklärt der Brite. "Sie geben wirklich alles und wollen genau wie ich, dass Williams erfolgreich ist. Ihr Engagement geht daher weit über das reine Autofahren hinaus. Es geht wirklich weit darüber hinaus."

Vowles: Sainz-Kommunikation "die beste, mit der ich je gearbeitet habe"

Nachdem er über andere Fahrer sprach, mit denen er in der Vergangenheit zusammengearbeitet hat - etwa Lewis Hamilton und Nico Rosberg bei Mercedes -, fügte Vowles hinzu: "Was Carlos betrifft: Seine Kommunikation mit den Ingenieuren ist die beste, mit der ich je gearbeitet habe. Er besitzt die Fähigkeit, das, was er im Auto fühlt, wirklich präzise zu vermitteln und gleichzeitig direkt mit den Daten zu verknüpfen."

"Bei Alex ist es diese natürliche Fähigkeit, besonders unter wechselnden Bedingungen das Maximum aus sich und auch aus anderen herauszuholen - das hat man in Melbourne und bei einigen anderen Gelegenheiten gesehen. Sie alle haben unterschiedliche Fähigkeiten."

Albon als Teamplayer: "Kein emotionales Gepäck"

"Was ich über Carlos und Alex sagen würde, ist, dass sie darüber hinaus kein 'Gepäck' mit sich herumtragen. Sie wollen einfach, dass das Team stark ist", so Vowles weiter. Das führe dazu, dass sie das Team unterstützen, egal ob sie selbst einen schlechten Tag hatten oder nicht.

"Das beste Beispiel, das ich nennen kann: Alex stand an meiner Seite am Podium, als Carlos dort oben war. Ich kenne keinen anderen Fahrer im Feld, der das tun würde. Aber er ist voll auf Williams fokussiert und schleppt den Frust über einen schlechten Tag nicht mit sich herum. Und um das klarzustellen: Er war an diesem Wochenende krank und hat trotzdem alles gegeben, was er nur konnte."

Vowles übernahm den Posten des Teamchefs bei Williams im Jahr 2023 und arbeitet seitdem daran, das Traditionsteam zu alter Stärke und zurück an die Spitze zu führen. Dass dies ein langwieriger Prozess sein würde, war klar - zumal Williams einen schwierigen Start in die Saison 2026 erlebte und derzeit nur auf dem neunten Rang der Konstrukteurswertung liegt.

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