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Kein Fahrfehler: Motor hat Daniil Kwjats FT2-Crash verursacht

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Kein Fahrfehler: Motor hat Daniil Kwjats FT2-Crash verursacht
Autor:
Co-Autor: Oleg Karpow
16.11.2019, 09:04

Daniil Kwjat fliegt am Ende von FT2 ab, ist dabei allerdings unschuldig - Auch bei Pierre Gasly geht der Motor hoch, Gridstrafen drohen Toro Rosso allerdings nicht

Auf die Toro-Rosso-Mechaniker wartete nach dem zweiten Freien Training in Brasilien eine Menge Arbeit. Zunächst rauchte der Motor in Pierre Gaslys STR14 ab, bevor die Session wenige Minuten vor Ende auch für Teamkollege Daniil Kwjat vorzeitig endete. Der Russe rutschte in Kurve 14 von der Strecke, berührte die Reifenstapel und musste seinen Boliden abstellen.

Was im ersten Moment nach einem Fahrfehler von Kwjat aussah, der sich in FT2 bereits zuvor einmal gedreht hatte, entpuppte sich jedoch ebenfalls als Problem mit dem Antrieb. "Bei den Longruns sah die Pace bei beiden Autos ziemlich ordentlich aus Aber leider hatten wir bei Pierre ein Problem mit der Power-Unit", berichtet Toro Rossos Chefrenningenieur Jonathan Eddolls.

"Gegen Ende der Session gab es dann auch ein Problem an Danys Auto, das sich komplett abgeschaltet hat. Es sieht so aus, dass das seinen Dreher verursacht hat. Wir haben alle Daten und die Verbindung verloren, daher müssen wir den Grund dafür untersuchen", so Eddolls. Honda-Technikchef Toyoharu Tanabe bestätigt, dass es bei Gasly ein Problem mit dem Verbrennungsmotor gab.

 

Und auch den Defekt bei Kwjat nimmt er auf seine beziehungsweise Hondas Kappe. "Das Auto war außer Kontrolle und ging aus. Das war's", zuckt Kwjat die Schultern. Es habe zuvor keine Warnung gegeben, der Bolide habe sich einfach komplett abgeschaltet. Das ist auch in der Onboardaufnahme zu sehen. Kurz vor Kurve 14 verschwinden plötzlich alle Anzeigen am Lenkrad.

"Der Rest des Tages war in Ordnung", berichtet der Russe und erklärt: "In FT2 mussten wir die verlorene Zeit aus FT1 aufholen. Denn es sieht so aus, dass es für den Rest des Wochenendes trocken bleiben wird. Daher war es eine wichtige Session." Nachdem es am Vormittag nass war, habe man am Nachmittag "so viele Runden wie möglich" und "genug Daten" gesammelt.

Teamkollege Gasly verlor derweil noch etwas mehr Zeit. "Ein rauchender Motor ist nie gut", weiß er und erklärt, dass es "nicht ideal" gewesen sei, weil man so wertvolle Zeit beim Longrun verloren habe. Nun habe man für den Samstag etwas weniger Informationen als sonst und sei daher "etwas blinder" unterwegs. Komplett unerwartet kamen die Defekte übrigens nicht.

"Wir wussten, dass das irgendwann passieren könnte", spielt Gasly auf das Alter des Motors an und erklärt: "Gegen Ende der Session ist er dann einfach hochgegangen." Immerhin: Eine Gridstrafe droht Toro Rosso nicht. "Aus Sicht der Power-Unit hat es keinen Effekt auf den weiteren Verlauf des Wochenendes, weil beide mit einem Freitagsmotor gefahren sind", gibt Tanabe Entwarnung.

Für Samstag war bei beiden Autos sowieso ein Wechsel der Power-Unit geplant.

Mit Bildmaterial von LAT.

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