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Kein Gehör für Verstappen? Red Bull ignoriert Set-up-Vorschläge in Kanada

Max Verstappen hat sich in puncto Set-up beim Qualifying in Kanada auf sein Team verlassen und musste die Konsequenzen dieser Entscheidung tragen

Kein Gehör für Verstappen? Red Bull ignoriert Set-up-Vorschläge in Kanada

Max Verstappen ist von seinem RB22 in Montreal keineswegs begeistert

Foto: Getty Getty

Beim Qualifying zum Grand Prix von Kanada hat Red Bull laut Max Verstappen nicht auf das Set-up-Feedback des viermaligen Weltmeisters gehört. Am Ende steht Platz sechs in der Startaufstellung zu Buche.

"Wir haben an meinem Auto etwas anderes versucht, so wollte es das Team", erklärt Verstappen gegenüber der niederländischen Presse.

"Es war offensichtlich, dass das nicht so funktionieren würde wie gedacht. Aber manchmal musst du das Team sein Ding machen lassen, um klarzustellen, dass etwas nicht funktioniert. Ich meinte: 'Wenn ihr glaubt, dass das klappt, dann versucht es.' Und offensichtlich hat es nicht funktioniert."

Vor allem mangelnder Topspeed und kalte Vorderreifen waren für den Red-Bull-Piloten im Qualifying ein großes Problem. "Ich habe das schon so oft angesprochen", fährt Verstappen fort. "Aber manchmal musst du sie selbst herausfinden lassen, dass etwas nicht funktioniert."

Dazu sei gesagt, dass Verstappen beim Thema Set-up oft eine Führungsrolle im Team übernimmt. Er selbst betont: "Natürlich hören sie mir oft zu, aber nicht diesmal. Sie waren sich sicher, dass es klappen würde."

Teamkollege Isack Hadjar lag am Samstag nur wenige Hundertstel hinter dem viermaligen Champion. Dasselbe Set-up hatten beide allerdings nicht, wie Verstappen hervorhebt: "Sie wollten das mit mir ausprobieren, das ist schon seit Jahren so", erklärt der 71-malige Grand-Prix-Sieger.

"Als Fahrer kann ich natürlich sagen: 'Lasst das Auto so, wie es ist, das ist schon okay', aber für mich hat es sich vorher nicht gut angefühlt, und das hat sich bislang nicht geändert. Ich bin mit einem Auto nicht einfach zufriedenzustellen. "Ich möchte um den Sieg kämpfen, nicht um Platz sieben."

Für Verstappen bleibt also der Schluss: "Das gesamte Qualifying hat ins Nichts geführt. Ich bleibe da immer recht ruhig, aber hoffentlich verstehen sie jetzt, dass es nicht geht."

Schon am Freitag hatte Red Bull große Probleme mit dem RB22. Verstappen sprach unter anderem davon, dass ihm die Füße durch die Bodenwellen auf der Strecke manchmal von den Pedalen geflogen waren.

Auf die Frage, ob man aus dieser Erfahrung zumindest lernen kann, um diesen Fehler bei kommenden Wochenenden nicht zu wiederholen, antwortet Verstappen: "Ja, das ist ziemlich eindeutig."

Im Sprintrennen konnte sich der Red-Bull-Pilot den siebten Platz sichern, während Hadjar sein Auto mit Motorproblemen abstellen musste. Auch in der WM-Wertung steht Verstappen vor dem Grand Prix in Montreal auf dem siebten Rang.

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