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Kein Podium, aber viel Herz: Hamilton überrascht Ferrari-Mitarbeiter mit Geschenken

Fast unbemerkt verteilte Lewis Hamilton zum Jahresabschluss edle Präsentkörbe an die Ferrari-Mitarbeiter - Fred Vasseur steuert offene Worte zur Saison 2025 bei

Nach "lebensveränderndem" Jahr: Lewis Hamilton beschenkt Ferrari-Belegschaft

Lewis Hamilton ist immer für eine Überraschung gut - gerade wenn es um die Mitarbeiter in der Firma geht

Foto: LAT Images

Sportlich war das erste Jahr in Rot für Lewis Hamilton nicht gerade ein erinnerungswürdiges: Zum ersten Mal in seiner langen Formel-1-Karriere blieb der Brite in einer gesamten Saison ohne Podium. Doch statt Frust zu schieben, zeigt der Brite Klasse abseits der Strecke.

Während Teamchef Fred Vasseur einräumt, die Eingewöhnungsschwierigkeiten unterschätzt zu haben, bedankte sich Hamilton bei der Belegschaft in Maranello auf ganz persönliche Weise. Wie diverse Fotos und Berichte aus Italien belegen, ließ der siebenmalige Weltmeister den Mitarbeitern des Rennstalls zum Jahresabschluss Geschenke zukommen.

Ganz ohne großes PR-Tamtam landeten Präsentkörbe gefüllt mit Tee, Gebäck und Schokolade des britischen Luxus-Kaufhauses Fortnum & Mason in Maranello. Dazu gab es ein signiertes Foto und eine Karte mit den Worten: "Frohe Feiertage, von Lewis". Obwohl die Aktion weitgehend unter dem Radar lief, nutzten einige Ferrari-Angestellte die sozialen Medien, um sich für die Aufmerksamkeit ihres Star-Piloten zu bedanken.

Historischer Tiefpunkt für den Rekordchampion

Schon Michael Schumacher und Sebastian Vettel setzten auf ein nahbares Verhältnis zur Ferrari-Belegschaft. Die Geste ist umso bemerkenswerter, wenn man die sportliche Bilanz betrachtet. Nach seinem Abschied von Mercedes Ende 2024 verlief Hamiltons Einstand bei der Scuderia mehr als turbulent. Zwar gelang ihm ein Sieg im Sprint von China, doch am Rennsonntag blieb dem 40-Jährigen der Sprung auf das Treppchen verwehrt. (Zur Formel 1 Datenbank)

Damit ist 2025 das erste Jahr in Hamiltons F1-Laufbahn, in dem er kein einziges Rennen in den Top 3 beenden konnte. Ein bitteres Ergebnis für den Briten, der sich durch den Wechsel eigentlich ein besseres Auto und einen neuen Aufschwung erhofft hatte.

Trotz der schmerzhaften Erfolglosigkeit zweifelt Hamilton nicht an seiner Entscheidung. "Es ist surreal, Teil dieses Teams zu sein, und trotz aller Höhen und Tiefen war dieses Jahr lebensverändernd", erklärte er kürzlich. In einem Interview Ende November stellte er klar: "Ich bereue die Entscheidung, mich dem Team anzuschließen, nicht. Ich weiß, dass es Zeit braucht, um in einer Organisation etwas aufzubauen und zu wachsen. Das habe ich erwartet."

Vasseur: "Ich habe den Schritt unterschätzt"

Dass der Umstieg von der "Stern"-Welt zur italienischen Traditionsmarke derart holprig verlaufen würde, hat jedoch selbst Teamchef Fred Vasseur überrascht. Der Franzose übte nun Selbstkritik und gab zu, die Herausforderung für seinen Schützling falsch eingeschätzt zu haben.

"Ich glaube, es war schwierig für Lewis", analysierte Vasseur. "Es ist am Ende vielleicht doch eine kleine Welt. Man darf nicht vergessen: Er hat 20 Jahre mit Mercedes verbracht. Ich sage 20 Jahre, weil für mich auch McLaren damals quasi Mercedes war."

Der Teamchef führte weiter aus: "Es war eine gewaltige Veränderung. Ich persönlich habe diesen Schritt unterschätzt. Es geht nicht darum, dass wir schlechter oder besser arbeiten - wir arbeiten einfach anders." Dabei seien es nicht triviale Dinge wie das Essen oder das Wetter, die den Unterschied machten.

Hamilton-Wohlfühlfaktor nicht zu unterschätzen

"Jede einzelne Software ist anders. Jedes einzelne Bauteil ist anders. Die Menschen um ihn herum waren neu", so Vasseur über die technischen Hürden. Sein Fazit zur fehlenden Performance: "Wenn du diese Dinge nicht zu 100 Prozent im Griff hast, fehlen dir am Ende einfach ein paar Hundertstelsekunden auf der Strecke."

In der Vergangenheit haben Hamilton und Wegbegleiter schon oft betont, dass sich der Brite zu 100 Prozent wohlfühlen muss, um sein volles Leistungspotenzial abrufen zu können. Das scheint auch der Ferrari-Teamchef erneut zu bestätigen. Eventuell helfen die Weihnachtsgeschenke für die Belegschaft dabei, das neue Hamilton-Umfeld weiter zu perfektionieren.

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