Keine Chance auf Podium? Stella spricht über McLaren-Pace in Kanada
Beim Grand Prix von Kanada hatte McLaren, so die Einschätzung von Andrea Stella, kaum eine Chance gegen Lewis Hamilton oder Max Verstappen
McLaren konnte sich am Rennsonntag im Kanada keine WM-Punkte sichern
Foto: LAT Images
Glaubt man McLaren-Teamchef Andrea Stella, dann hatte das Team beim Grand Prix von Kanada gegen Lewis Hamilton und Max Verstappen keine Chance. Beide standen im Endergebnis jeweils auf Position zwei und drei.
"Selbst in einem normalen Rennen ohne Probleme glaube ich nicht, dass, wenn man sich die Pace der anderen Podestkandidaten anschaut, wir selbst die notwendige Pace gehabt hätten", erklärt Stella nach dem Rennen. Diese Annahme beruht, so der Teamchef, auf "den Runden, die wir gefahren sind, als wir das volle Potenzial ausschöpfen konnten."
Beide McLaren-Piloten waren mit Intermediates in den Grand Prix gestartet. Oscar Piastri bat schon in der Einführungsrunde darum, auf Trockenreifen zu wechseln, doch gingen beide Papaya-Boliden trotzdem mit ihren für leichten Regen gebauten Pneus in den Grand Prix.
Dabei hatte Pirelli schon im Vorfeld davor gewarnt, dass die kalten Temperaturen dem Intermediate nicht gerade helfen würden. Nach wenigen Runden wechselten beide auf Slicks, wobei Piastri kurze Zeit später mit Alexander Albon kollidierte und dessen Rennen beendete. Eine Zeitstrafe von zehn Sekunden war die Folge.
Norris versuchte derweil, sich im Mittelfeld nach vorne zu kämpfen. Aber auch im Trockenen war die Pace des MCL40 nicht berauschend. In Runde 38 musste der amtierende Weltmeister das Rennen aufgrund von Getriebeproblemen aufgeben. Alles in allem war Kanada, trotz der zweiten Position für Norris im Qualifying, ein Wochenende zum Vergessen.
"Hier hatten wir in allen Bereichen Probleme, sei es sportlich, in puncto Zuverlässigkeit oder durch einen Unfall", erklärt Stella nach dem Rennen. "Es gibt viel zu analysieren."
Dementsprechend schwierig war es für McLaren, den Effekt der eigenen Upgrades richtig einzuordnen. Am Freitag hatte das Team seinen neuen Frontflügel durch ein älteres Modell ersetzt. Bis zum Sonntag hatte man das Gefühl, sich innerhalb weniger Zehntel zu Mercedes zu bewegen. Allerdings bereitete vor allem die Temperatur der Vorderreifen dem Team während des Rennens große Sorgen.
"Ich kann nur auf die kalten Temperaturen verweisen", betont Stella. "Ständig haben bei unseren Fahrern die Reifen blockiert oder sie haben sich verbremst. Sie konnten die Vorderreifen nicht zum Arbeiten bringen."
Zwar erwähnt Stella, dass der MCL40 für solch kühle Temperaturen besonders anfällig sei, doch gab es im gesamten Feld Beschwerden über mangelnden Grip oder stehende Vorderräder.
Laut dem Teamchef wäre eine Platzierung in den Punkten nach dem Intermediate-Versuch das Maximum gewesen. Stattdessen steht für McLaren beim Grand Prix von Kanada eine Nullrunde zu Buche. In der Konstrukteurs-WM steht man auf Position drei, 41 Punkte hinter Ferrari. Mercedes ist mit 219 Punkten bereits über 113 Punkte vom Rennstall aus Woking entfernt.
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