Formel 1 Sepang
Keine Chance für Lando Norris: Wieder Motorenprobleme bei McLaren?
Auch im Qualifying zum Grand Prix von Bahrain in Sepang hat Weltmeister Lando Norris wieder mit der Power-Unit im Heck seines MCL40 zu kämpfen
Alexis Hoffmann Edward Hardy
Veröffentlicht: 03.10.2026, 12:37
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Lando Norris hadert in Sepang erneut mit seiner Power-Unit
Foto: LAT Images
Mit Startplatz sechs ist Weltmeister Lando Norris beim Großen Preis von Bahrain in Sepang alles andere als zufrieden. Doch hadert der McLaren-Pilot nicht etwa mit sich selbst oder seinem Chassis, sondern mit Problemen an seiner Power-Unit.
Auf die Frage, ob Norris auf den Geraden deswegen zu viel Zeit verliert, weil die Antriebseinheit des MCL40 wieder strauchelt, lautet die Antwort des Weltmeisters schlichtweg: "Jap."
"Ich hatte eigentlich das Gefühl, dass meine Runde ziemlich gut war", betont Norris. Dennoch fehlten ihm in Q3 über sechs Zehntelsekunden auf die Bestzeit von Max Verstappen.
"Ich verliere auf jeder Geraden Zeit. Jedes Mal, wenn ich gut aus der Kurve komme, bin ich am Ende der Geraden trotzdem langsamer."
"Es tut wirklich weh, dass jedes einzelne Mal zu sehen. Ich müsste eigentlich viel weiter oben stehen, und das nicht, weil ich einen besseren Job hätte machen können, sondern einfach, weil wir nicht das aus dem Auto holen, was wir herausholen müssen."
Wieso fehlt McLaren der nötige Topspeed?
Zwar nutzt McLaren dieselbe Power-Unit wie das Werksteam von Mercedes, doch hat der Rennstall aus Woking seit Anbeginn der Saison auf den Geraden mit einem erheblichen Rückstand zu kämpfen.
Bei der hohen Komplexität der Motoren fehlte zunächst das nötige Know-How darüber, wie genau man das Maximum aus der Power-Unit herausholen kann. Upgrades in Spa-Francorchamps haben dem Team zwar ein wenig geholfen, allerdings bleibt die Höchstgeschwindigkeit ein Manko des MCL40.
Außerdem sind die aerodynamische Effizienz des Boliden oder seine Getriebeübersetzung nicht perfekt. "Es ist sehr offensichtlich, dass es nicht nur einen einzelnen Faktor gibt", so Teamchef Andrea Stella noch in Aserbaidschan.
Unfairer Nachteil für Norris?
Wenig überraschend hatte McLaren bereits auf den langen Geraden von Baku mit dieser Sorge zu kämpfen. Insbesondere Weltmeister Norris sah sich durch ein Power-Unit-Problem im Zusammenhang mit der Kraftstoffeinspritzung gehandicapt.
Der Trend, dass Norris mit mehr Power-Unit-Problemen zu kämpfen hat, als Teamkollege Piastri, setzt sich auch in Sepang fort. "Wir sehen", so Teamchef Stella, "dass es beim Auto von Lando ein Problem mit dem Topspeed gibt."
So fehlt dem Weltmeister schon in langsameren Sektionen etwas Geschwindigkeit. Letztlich liegt der Unterschied zu Piastri jeweils bei ein bis zwei km/h, doch erklärt der Teamchef, dass man im Schnitt von ein bis zwei Zehntelsekunden Unterschied pro Runde sprechen kann. Seinen Teamkollegen konnte Norris im Qualifying von Sepang trotzdem um fünf Tausendstelsekunden schlagen.
Warum genau Norris der Speed auf den Geraden fehlt, bleibt auch für McLaren ein Rätsel. Auf die Power-Unit als alleinigen Faktor möchte man sich auch in Sepang nicht stürzen: "Wenn es am Deployment liegen würde, dann könnten wir das sehen. Womöglich hat es also mit anderen Parametern zu tun."
In diesem Zusammenhang betont Stella erneut die Relevanz des Chassis und der aerodynamischen Effizienz. "Zu keinem Zeitpunkt", so Stella, "wollen wir die Power-Unit hier in den Mittelpunkt stellen. Wir wollen einfach festhalten, dass hier Geschwindigkeit auf den Geraden fehlt."
"Es ist gegenüber Lando einfach fair, dass wir dafür die Verantwortung übernehmen, dass bei seinem Auto ein Defizit in puncto Rundenzeit vorliegt, welches wir in den [letzten Wochen] nicht beheben konnten."
Keine Hoffnung für den Grand Prix?
Des Weiteren betont Norris zum Thema Power-Unit in Sepang: "Das macht mein Leben nicht [nur] heute schwer, sondern auch morgen."
Dabei hatte Norris vor dem Wochenende betont, dass er auf dem Kurs von Sepang mit einer besseren Performance rechnet. Gerade die schnelleren Kurven liegen dem MCL40 deutlich besser.
Nichtsdestotrotz fehlten Norris am Freitag in den Longruns knapp vier Zehntelsekunden auf Max Verstappen, während Teamkollege Oscar Piastri mit fast acht Zehntelsekunden zu kämpfen hätte. Und glaubt man Piastri, so dürfte sich das Bild beim Ausweichrennen in Sepang für McLaren nicht unbedingt zum besseren wenden.
"Die Longruns [am Freitag] waren in Ordnung, aber sie waren etwas kürzer, als bei allen anderen", erklärt der McLaren-Pilot. "Mit unserer Menge an abgespulten Runden sah es ziemlich gut aus, aber im Vergleich zu allen anderen auch nicht spektakulär."
"Dirty Air ist hier auch ein großes Thema. Es gibt viele High-Speed-Passagen und langgezogene Kurven. Wir müssen also erstmal abwarten."
Der Reifenverschleiß dürfte beim Grand Prix von Bahrain ebenso wichtig werden. Fahrer wie Kimi Antonelli erwarten, dass bei zwei oder drei Boxenstopps der Undercut zum Schlüsselfaktor werden dürfte. Doch auch mit solchen Überlegungen im Hinterkopf betont Piastri: "Ich würde [am Sonntag] nicht unbedingt ein anderes Kräfteverhältnis erwarten."
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