Keine Formel-1-Kultur: Brown vergleicht Honda-Debakel mit Jaguar

Laut McLaren-Boss Zak Brown mangelte es Honda an der nötigen Formel-1-Kultur: Er vergleicht es mit dem gescheiterten Jaguar-Projekt

McLaren-Boss Zak Brown hat die Schwierigkeiten von Honda mit dem gescheiterten Formel-1-Projekt von Jaguar verglichen. Jaguar hatte zur Saison 2000 das damalige Stewart-Team übernommen, jedoch stellte sich bei den Raubkatzen nie der große Erfolg ein, sodass man das Team für 2005 an Red Bull verkaufte. Ein Fehler sei es gewesen, die Formel 1 von der Heimat USA aus führen zu wollen.

"Sie haben es auf ihre Weise gemacht", sagt Brown. In der Formel 1 gebe es jedoch eine eigene Kultur, die man für die bestmöglichen Ergebnisse adaptieren müsse. "Und das ist etwas, das sie (Honda; Anm. d. Red.) jetzt gemerkt haben", betont der Amerikaner im Rahmen der Autosport-International-Show.

Brown verweist auf Mercedes, die sowohl das Rennteam wie auch die Motorenfabrik in England stationiert haben - und nicht in der Heimat Deutschland. Auch Renault operiert vom britischen Enstone aus, auch wenn man die Motorenwerke im französischen Viry gelagert hat.

Honda arbeitet hingegen von der heimischen Fabrik in Sakura aus. Zwar sind die Anlagen laut dem McLaren-Boss top, und an Ressourcen mangelt es dem Hersteller auch nicht, jedoch schien die Kommunikation zwischen Woking und Sakura nicht optimal zu laufen - Honda schien der Konkurrenz immer einen Schritt hinterher zu sein. "Es geht um die Arbeitsweise", sagt Brown. "So langsam geht es in die richtige Richtung, aber mehr als drei Jahre können wir nicht warten."

Aus diesem Grund hat sich McLaren nach drei enttäuschenden Saisons auch von Honda getrennt und für 2018 mit Renault angebandelt. Bei den Briten ist man überzeugt davon, dass es der richtige Schritt war und man in der anstehenden Saison wieder nach vorne kommen wird. "Die fehlende Leistung war das Hauptmanko. Mit Renault sollten wir also in Australien gleich einen signifikanten Unterschied sehen", kündigt Brown an.

"Wir sind glücklich über unsere Arbeitsbeziehung mit Renault und sollten hoffentlich wieder dort sein, wo die Leute einen McLaren normalerweise sehen: an der Spitze des Feldes", legt er nach.

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