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Kevin Magnussen frustriert: Keine Chance auf ein Top-Cockpit

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Kevin Magnussen frustriert: Keine Chance auf ein Top-Cockpit
Autor:
Co-Autor: Adam Cooper
29.08.2019, 15:17

Kevin Magnussen ärgert sich darüber, dass der Kampf um die Topcockpits zu sehr auf Zufall basiert - Kein Problem mit Nico Hülkenberg als möglichen Teamkollegen

Kevin Magnussen scheint sein Cockpit für 2020 sicher zu haben. Doch auch wenn er sich bei Haas wohlfühlt und nach eigenen Aussagen glücklich ist, wurmt es ihn doch, dass er dann sechs Jahre in der Formel 1 verbracht hat, ohne je die Chance auf Topresultate gehabt zu haben. "Es ist sechs Jahre her, seit ich ein Rennen gewonnen habe - und das ist schon hart", meint der Däne. "Ich hätte nie gedacht, dass das passieren wird."

Magnussen vermisst das Siegen, weiß aber auch, dass die Chancen in der Formel 1 rar sind. Aktuell gibt es sechs siegfähige Autos, von denen viele langfristig vergeben sind. Zwar schafft es mit Charles Leclerc oder jetzt Alexander Albon immer mal wieder ein Fahrer nach oben, die sind jedoch die Ausnahme.

Magnussen wurde selbst noch nie wirklich mit einem Spitzencockpit in Verbindung gebracht, obwohl er seine Leistung als gut genug dafür einschätzen würde. "Die Jungs, die die Chance bekommen, haben es alle verdient", sagt er. "Aber ich finde, dass ich es auch verdient hätte", meint Magnussen und gibt zu, dass er schon etwas "neidisch" sei.

Glaube an die WM-Chance lebt

Denn eigentlich sei er nicht in die Formel 1 gekommen, um nur mitzufahren. "Die Formel 1 war nie mein Traum. Die Weltmeisterschaft in der Formel 1 war mein Traum", betont der Haas-Pilot. Dass er nun nicht um Pole-Positions und Siege mitfahren kann, sei schon demotivierend, wie er zugeben muss.

Kevin Magnussen, Haas F1 Team VF-19, leads Lance Stroll, Racing Point RP19, and Antonio Giovinazzi, Alfa Romeo Racing C38

Kevin Magnussen, Haas F1 Team VF-19, leads Lance Stroll, Racing Point RP19, and Antonio Giovinazzi, Alfa Romeo Racing C38

Foto: Andrew Hone / LAT Images

"Das einzige, was das am Leben erhält, ist der Traum, eines Tages doch die Meisterschaft zu gewinnen", glaubt er noch an sein Ziel. Doch er weiß auch, dass das aktuell in weiter Ferne liegt - eben weil die Möglichkeiten so rar sind.

Ihn ärgert der aktuelle Zustand der Königsklasse: "Es ist einfach zu sehr Zufall, ob man die Chance bekommt oder nicht", meint er. Ein gutes Beispiel ist für ihn Valtteri Bottas, der seine Chance bei Mercedes wohl auch nicht erwartet hatte und vom plötzlichen Rücktritt Nico Rosbergs profitierte. "Er zeigt, dass auch Fahrer außerhalb der Topteams Rennen gewinnen und um die Meisterschaft fahren können."

Magnussen bei Haas trotzdem glücklich

"Aber es ist einfach zu sehr Zufall, und du hast als Fahrer nicht genügend Kontrolle über dein Schicksal", ärgert sich Magnussen weiter. Er musste schnell lernen, dass in der Formel 1 eine Menge auf das Material ankommt. Denn dass zwischen einzelnen Fahrern Sekunden liegen, sei nicht der Fall. "Und das macht es so frustrierend."

 

Dennoch will Magnussen auch weiter Teil der Formel 1 bleiben und auf seine Chance hoffen. 2020 heißt Haas seine beste Möglichkeit, auch wenn er dort aller Voraussicht nach nicht gewinnen kann. "Man kann nicht alles haben, und ich bin glücklich, wo ich bin", betont er.

Wer sein Teamkollege wird, ist jedoch noch offen. Romain Grosjean steht auf der Abschussliste, dafür kommt womöglich Nico Hülkenberg, mit dem der Däne seit dem Ungarn-Rennen 2017 eine Fehde laufen hat ("Lutsch meine Eier") - zumindest in der Öffentlichkeit.

Hülkenberg oder Grosjean: Magnussen ist's egal

Doch davon will Magnussen nichts wissen: "Das wurde überdramatisiert", winkt er ab. "Zwischen mir und Nico gab es nur den einen Vorfall vor zwei Jahren. Es ist unglaublich, dass wir immer noch darüber sprechen."

Nico Hülkenberg, Kevin Magnussen

Sieht so die Haas-Aufstellung für 2020 aus?

Foto: LAT

Von daher würde er auch den Deutschen im Team begrüßen. Denn Magnussen wünscht sich einen starken Teamkollegen, gegen den man sich beweisen kann - das sei die einzige Chance, in einem Mittelfeld-Team auf sich aufmerksam zu machen.

Doch auch wenn Grosjean bleibt, wäre ihm das recht: "Egal wie, ich bin glücklich. Ich bin glücklich mit meinem aktuellen Teamkollegen, und ich wäre auch mit jedem anderen glücklich."

Mit Bildmaterial von LAT.

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Artikel-Info

Rennserie Formel 1
Fahrer Kevin Magnussen
Teams Haas
Urheber Norman Fischer