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Kimi Antonelli warnt vor Monaco: Mercedes nicht nur beim Motor stark

Vor dem Monaco-Grand-Prix spricht Kimi Antonelli über die wahre Stärke von Mercedes und erklärt, warum Ferrari in Zukunft gefährlicher werden könnte

Kimi Antonelli warnt vor Monaco: Mercedes nicht nur beim Motor stark

Kimi Antonelli vertraut in Monaco auf die Stärke des Mercedes-Chassis

Foto: LAT Images

Vor dem Grand Prix von Monaco (Formel 1 im Liveticker) richtet sich der Fokus in der Formel 1 auf eine Strecke, die auf dem Papier die erste echte Chance für die Konkurrenz darstellen könnte, die Dominanz von Mercedes zu durchbrechen. Nach fünf Siegen in Folge reist das Team als klarer Maßstab ins Fürstentum, doch die besonderen Anforderungen des Stadtkurses könnten das Kräfteverhältnis zumindest teilweise verändern.

Der Kurs in Monte Carlo gilt traditionell als eine Strecke, auf der die Motorleistung eine geringere Rolle spielt als auf vielen anderen Rennstrecken. Die kurzen Geraden und zahlreichen langsamen Kurven kommen vor allem Fahrzeugen entgegen, die ihre Stärken im Chassisbereich ausspielen können.

WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli warnt jedoch davor, Mercedes ausschließlich auf die Leistungsfähigkeit seines Antriebsstrangs zu reduzieren. Der Italiener betont, dass der W17 auch abseits des Motors zu den stärksten Fahrzeugen im Feld zählt.

Mercedes: Stark in den Kurven und schonend zu den Reifen

"Von unserer Seite macht das Team einen wirklich großartigen Job", erklärte Antonelli bei einer Pressekonferenz im Rahmen der Trofeo Bandini am vergangenen Wochenende. "Leider sprechen viele Menschen nur über das Potenzial unseres Motors, aber ich muss sagen, dass auch unser Chassis extrem gut funktioniert. Wir sind in den Kurven stark und gehen sehr schonend mit den Reifen um. Auch aus Chassis-Sicht befinden wir uns in einer sehr guten Position."

Das Monaco-Wochenende wird zudem Aufschluss darüber geben, welche Motorenhersteller Anspruch auf Unterstützung im Rahmen des ADUO-Programms (so funktioniert es) erhalten und in welcher Form diese ausfallen wird. Grundlage dafür ist der prozentuale Rückstand auf die aktuelle Referenz im Feld, die derzeit von Mercedes gestellt wird.

Antonelli geht davon aus, dass insbesondere Ferrari von dieser Regelung profitieren könnte. Der SF-26 habe bereits seit den Wintertests einen konkurrenzfähigen Eindruck hinterlassen. Sollte es dem Team aus Maranello gelingen, die Leistungsfähigkeit seines Hybrid-V6 weiter zu verbessern, könnte sich das Kräfteverhältnis nach Einführung einer überarbeiteten Antriebseinheit verändern.

Warum Ferrari den Rückstand verringern könnte

"Wir werden sehen, welche Teams ADUO-Unterstützung erhalten. Ferrari scheint eines davon zu sein. Wenn diese Teams die Gelegenheit optimal nutzen können, werden sie den Rückstand sicherlich verkürzen. Ferrari befindet sich auch beim Chassis in einer starken Position", sagte Antonelli.

Gleichzeitig sieht der Mercedes-Pilot noch Schwächen bei der Scuderia im Renntrimm. Vor allem bei zunehmendem Reifenverschleiß verliere Ferrari derzeit etwas an Boden.

"Im Moment scheint Ferrari in den Rennen etwas größere Schwierigkeiten zu haben, besonders wenn der Reifenabbau eine Rolle spielt. Aber wenn sie einen weiterentwickelten Motor bringen, werden sie definitiv näher herankommen. Ich glaube nicht, dass es einfach wird, denn zusätzliche Leistung aus einem Motor herauszuholen, ist nie unkompliziert", so Antonelli.

Dennoch hält Antonelli die Italiener langfristig für einen ernstzunehmenden Gegner. "Trotzdem glaube ich, dass sie deutlich näher herankommen können, wenn sie alle Teile des Puzzles zusammensetzen. Sie könnten eine echte Bedrohung für uns werden. Aber im Moment habe ich großes Vertrauen in die Arbeit meines Teams, und das gibt mir als Fahrer sehr viel Motivation."

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