Formel 1 Monza

Kimi Antonelli zu Ferrari? Lewis Hamilton: "Toto wird einen Teufel tun ..."

Kimi Antonelli im Ferrari ist ein Traum vieler Tifosi, aber Lewis Hamilton erklärt, warum Toto Wolff dabei zum entscheidenden Hindernis werden dürfte

Christian Nimmervoll

Veröffentlicht: 03.09.2026, 16:01

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Kimi Antonelli zu Ferrari? Lewis Hamilton: "Toto wird einen Teufel tun ..."

Ob Kimi Antonelli eines Tages selbst in Monza in einem Ferrari sitzen wird?

Foto: circuitpics.de circuitpics.de

Es ist eine gefühlte Ewigkeit her, dass letztmals ein italienischer Fahrer als WM-Führender nach Monza kam. 1953 war der Grand Prix von Italien das neunte und letzte Rennen der Saison, und Alberto Ascari krönte sich trotz eines Ausfalls in der letzten Runde zum Weltmeister. Jetzt, 73 Jahre später, führt sein Landsmann Kimi Antonelli auf Mercedes die aktuelle Punktetabelle an.

Dass die leidenschaftlichen Tifosi insgeheim davon träumen, dass Antonelli eines Tages auf Ferrari Champion wird, ist wenig verwunderlich. "Ich bin ja selbst Italiener", grinst Antonelli, auf das Thema Ferrari angesprochen. "Ich weiß, wie emotional wir sind und wie schnell wir uns für solche Gedankenspiele begeistern können. Manchmal ein bisschen zu schnell."

"Dieses Gerede wird es immer geben, aber so sehr ich Ferrari auch als unglaubliche Marke bewundere, so bin ich doch sehr glücklich da, wo ich bin. Ich bin sehr glücklich bei Mercedes, denn sie sind diejenigen, die mir die Chance gegeben haben, als ich noch ein Kind war. Und ich habe das Gefühl, da muss ich noch einiges zurückgeben", stellt der 20-Jährige klar, dass ein Teamwechsel für ihn derzeit kein konkretes Thema ist.

Dabei könnte bei Ferrari in absehbarer Zukunft ein Cockpit frei werden. Lewis Hamilton, siebenmaliger Weltmeister, erlebt zwar gerade einen zweiten Frühling. Doch ob er seinen angeblich bis Ende 2027 laufenden Vertrag verlängern wird, steht in den Sternen. Hamilton wird zu Beginn der Saison 2028 43 Jahre alt sein.

"Alles ist möglich", sagt Hamilton selbst, in der FIA-Pressekonferenz am Donnerstag in Monza auf den italienischen Traum eines Antonelli-Wechsels zu Ferrari angesprochen. Für wirklich realistisch hält er solche Transferideen aber nicht, denn: "Toto wird einen Teufel tun, ihn allzu bald ziehen zu lassen." Und Hamilton muss es wissen, schließlich pflegen er und sein Ex-Teamchef Toto Wolff immer noch ein gutes persönliches Verhältnis.

Dass solche Ideen gerade rund um das Monza-Wochenende debattiert werden, versteht Hamilton hingegen: "Ferrari ist Ferrari. Für die Italiener gibt es meiner Wahrnehmung nach in erster Linie den Papst - und Ferrari. Und Pasta und Pizza und die Familie." Und er relativiert die Antonelli-Begeisterung, wenn er sagt: "Die Wahrheit ist, dass es viele tolle Fahrer gibt, die in Zukunft für Ferrari fahren könnten."

Antonelli habe, sagt Hamilton, "dieses Jahr einen unglaublichen Job gemacht. (...) Er hat alles getan, was zu tun war. Und er steht noch ganz am Anfang, was bemerkenswert ist. Dass er in so jungen Jahren schon so konstant ist, solche Fortschritte macht, ist erstaunlich. Und er schleppt keinen Ballast mit sich rum und ist hungrig und fit. Wie das halt so ist, wenn du 19 bist."

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