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Kolumne von Felipe Massa: Ich habe mehr gelitten als Hamilton

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Kolumne von Felipe Massa: Ich habe mehr gelitten als Hamilton
Felipe Massa
Autor: Felipe Massa
Übersetzung: Stefan Ehlen
05.10.2016, 09:21

In seiner neuesten Kolumne bei Motorsport.com schreibt Williams-Fahrer Felipe Massa über einen aus seiner Sicht schwierigen Großen Preis von Malaysia und auch über das Schicksal von Lewis Hamilton.

Felipe Massa, Williams
Felipe Massa, Williams FW38
Felipe Massa, Williams FW38
Felipe Massa, Williams, FW38
Felipe Massa, Williams FW38
Funken: Felipe Massa, Williams FW38
Felipe Massa, Williams FW38
Felipe Massa, Williams FW38
Felipe Massa, Williams
Motorschaden: Felipe Massa, Scuderia Ferrari, F2008
Motorschaden: Felipe Massa, Scuderia Ferrari, F2008
Motorschaden: Felipe Massa, Scuderia Ferrari, F2008

Liebe Leser von Motorsport.com,

wir sind mit einer ganz anderen Zielsetzung als in Singapur nach Malaysia gereist. Wir wussten: Unser Auto würde auf dem schnellen Kurs in Sepang besser funktionieren. Das war also keine Überraschung für uns.

Schon im Qualifying wussten wir mit konkurrenzfähigen Zeiten zu überzeugen. Ich zog in Q3 ein und wir lagen eng mit Force India zusammen. Dieses Team ist ja unser größter Rivale in der Konstrukteurswertung.

Es schien sich alles in die richtige Richtung zu entwickeln. Doch am Sonntag hatten wir noch vor der Einführungsrunde ein böses Erwachen: Meine Mechaniker haben zwar den Motor angeworfen und er lief, aber als ich auf das Gaspedal stieg, passierte überhaupt nichts.

Kein guter Start in den Grand Prix

Ich trat mehrfach auf das Pedal und drückte es komplett durch, doch selbst im 1. Gang war da nichts zu wollen. Nichts geschah!

Da blieb uns nur eine Möglichkeit: das Auto zurück in die Box zu schaffen. Dort schalteten es die Ingenieure aus und wieder ein. Unglaublich, aber wahr: Das Problem verflüchtigte sich!

So etwas ist mir noch nie zuvor passiert. Aber wir vermuten, es war ein Software-Fehler. Und es war genauso wie bei einem Computer zuhause: Einmal ausschalten, wieder einschalten, und schon geht alles wieder.

Ich startete also von ganz hinten ins Rennen, doch die Probleme blieben. Fast sofort fing ich mir einen Reifenschaden ein. Und damit waren auch meine Chancen auf Punkte dahin.

Sehr schade, denn unser Renntrimm war gut. Wir hätten in Malaysia durchaus mehr Punkte holen können als Force India. Immerhin: Mein Teamkollege Valtteri Bottas hatte ein gutes Rennen. So gesehen haben wir dadurch den Schaden begrenzt.

Weiter geht's schon am Wochenende in Japan mit einer neuen guten Chance für uns. Ich bin davon überzeugt: In Suzuka können wir an die vielversprechende Form aus Sepang anknüpfen. Allerdings wird der Reifenverschleiß in Japan ungleich größer sein. Warten wir also ab!

Erinnerungen an Budapest und Singapur 2008

In Sepang haben wir alle die große Enttäuschung bei Lewis Hamilton gesehen. Das hat mich daran erinnert, was mit 2008 in Budapest widerfahren ist. Ich führte das Rennen souverän an und ein paar Runden vor Schluss ging mir auf der Zielgeraden der Motor hoch.

Solche Pannen sind schwere Schläge für uns Rennfahrer und nur schwer zu verdauen. Es geht ja nicht nur darum, dass du einen möglichen Rennsieg verlierst, sondern du weißt auch, es fehlen dir Punkte im Kampf um den WM-Titel.

Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie niedergeschlagen ich damals war. Du selbst hast ja keinen Fehler gemacht. Aber technische Defekte sind nun einmal ein Teil dieses Sports.

Das bedeutet, man muss sich leider damit arrangieren und ist nicht vor ihnen gefeit. Auf jeden Fall sind solche Pannen leichter zu akzeptieren als das, was 2008 in Singapur geschehen ist

Euer
Felipe Massa

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