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Kommt nun eigentlich der Super-Intermediate in der Formel 1?

Pirelli bestätigt, dass der geplante Super-Intermediate für die Formel 1 weiter in Entwicklung ist, jedoch würden bislang Feedback und Testmöglichkeiten fehlen

Kommt nun eigentlich der Super-Intermediate in der Formel 1?

Seltener Einsatz des Full-Wets im Qualifying von Las Vegas 2025

Foto: Icon Icon

Wie steht es eigentlich um das Thema Super-Intermediate? Kommt der oder wurde das Thema mittlerweile zu den Akten gelegt? Bereits seit einiger Zeit wurde über die Einführung einer einzelnen Reifenmischung für regnerische Bedingungen gesprochen, da der Full-Wet für schwierigere Verhältnisse in den vergangenen Jahren im Grunde nie genutzt wurde.

Meist waren die Piloten im Regen mit den Intermediates unterwegs. Wurde der Regen stärker, gab es in der Regel keinen Fahrbetrieb, da vor allem die aufgewirbelte Gischt ein Sicherheitsrisiko darstellte.

Daher wurde über die Einführung eines Super-Intermediates statt der beiden bisherigen Mischungen gesprochen - zuletzt im Frühjahr vor der Saison. Seitdem kam das Thema nicht noch einmal auf. Wurde es bereits zu den Akten gelegt?

Nein, beteuert Motorsportchef Dario Marrafuschi: "Der Super-Intermediate befindet sich in der Entwicklung; das ist etwas, das wir aktiv verfolgen. Wir haben diesen Weg nicht aufgegeben", sagt er im exklusiven Interview mit Motorsport.com Italien, einer Schwesterplattform von Motorsport-Total.com im Motorsport Network.

"Wir sind neuen Technologien und Innovationen gegenüber immer sehr aufgeschlossen und bewerten Produkte, die eine Verbesserung gegenüber den aktuellen darstellen. Das ist also definitiv eine Option", unterstreicht er.

Pirellis Problem: Bisher gab es in der Formel-1-Saison 2026 kaum regnerische Bedingungen, um die aktuellen Reifen mit der neuen Fahrzeuggeneration zu evaluieren. "Uns fehlt das Feedback, wie sich die aktuellen Autos im Nassen mit dem bestehenden Produkt verhalten", so Marrafuschi. Zudem musste ein geplanter Regentest in Bahrain aufgrund des Nahost-Konfliktes kurzfristig abgesagt werden.

"Infolgedessen ist die Entwicklung unter nassen Bedingungen im Vergleich zu unseren ursprünglichen Plänen zwangsläufig etwas verlangsamt", betont der Pirelli-Motorsportchef. "Wir prüfen nun, ob wir zumindest einen Tag für Regentests nachholen können, vielleicht im Sommer, aber da wir bisher noch kein Regenrennen gefahren sind, fehlt uns natürlich ein wichtiges Puzzleteil."

"Wir arbeiten also weiterhin am Super-Intermediate", stellt er klar. Doch für eine Einführung zur Saison 2027 könnte es mittlerweile zu knapp sein - auch wenn die Entscheidung noch offen ist. "In jedem Fall werden diese Entwicklungen für nasse Bedingungen natürlich stets mit der FIA und der Formel 1 geteilt, um die technologisch beste verfügbare Entscheidung zu treffen."

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