"Kompliziert": Perez' Kindheitstraum hängt an Verstappens Pech

Sergio Perez rechnet sich gute Chancen für den Heim-Grand-Prix in Mexiko aus, gewinnen wird er aber nur dürfen, wenn's bei Max Verstappen nicht rund läuft

"Kompliziert": Perez' Kindheitstraum hängt an Verstappens Pech

Noch nie waren die Voraussetzungen für Sergio Perez, erstmals den Heim-Grand-Prix in Mexiko zu gewinnen, besser als 2021. Nach der starken Leistung in den USA, wo er am Ende Dritter wurde, stehen die Chancen auf dem Papier gut, gilt Red Bulls Honda-Motor doch als optimale Waffe für die Höhenlage von Mexiko-Stadt.

Doch um eine realistische Siegchance zu haben, muss bei seinem Teamkollegen Max Verstappen irgendwas schieflaufen. Der kämpft in der WM gegen Lewis Hamilton um den Titel, hat aktuell zwölf Punkte Vorsprung - und Red Bull wird mit Sicherheit nicht zulassen, dass Perez den Grand Prix vor Verstappen gewinnt. In so einem Fall würde es eine Stallorder geben.

Davon abgesehen, dass es eher unwahrscheinlich ist, dass Perez Verstappen aus eigener Kraft schlagen kann - sollte es doch so kommen, wäre das "kompliziert", räumt Perez vor dem Rennwochenende in Mexiko ein.

"Wir müssen abwarten, welche Situation im Rennen entsteht. Letztendlich arbeiten auch wir Fahrer für das Team, und das Team steht ganz klar im Fokus", sagt Perez.

 

"Es geht ums große Ganze. Wir müssen uns die Umstände anschauen. Aber das ist doch das Schöne am Rennsport: dass Entscheidungen in einem bestimmten Moment getroffen werden, innerhalb von Sekunden, selbst wenn es sehr komplexe Themen sind."

Klar ist: Führt Perez am Sonntag vor Verstappen, wird er das Rennen nicht gewinnen dürfen. Führt er den Grand Prix an und Verstappen liegt weiter hinten im Feld, mit Hamilton dazwischen, dann wahrscheinlich schon. Und wenn Verstappen ausfällt, hat es Perez sowieso selbst in der Hand. Dann hilft er Red Bull mit einem Sieg am meisten. Auch im Hinblick auf die Konstrukteurs-WM.

Grundsätzlich fühlt sich der 31-Jährige gut in Form: "Wir sind gut aufgestellt, um in den letzten Rennen ums Podium zu kämpfen", sagt er.

"Es steht viel auf dem Spiel, und jeder Punkt zählt. Es wäre natürlich toll, mir mit einem Sieg einen Kindheitstraum zu erfüllen. Die Chance ist da. Das Team und ich haben es selbst in der Hand. In anderen Jahren war das nicht so. Und ich bin zu 100 Prozent motiviert."

Mit Bildmaterial von Red Bull.

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