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Kontroverse FIA-Entscheidung: Fernando Alonso beim "Young-Driver-Test"

Fernando Alonso darf als "Young Driver" für Renault den Test in Abu Dhabi nach dem Saisonfinale fahren - Rivalisierende Teams sauer

Kontroverse FIA-Entscheidung: Fernando Alonso beim "Young-Driver-Test"

Fernando Alonso wird noch im Jahr 2020 seine erste offizielle Formel-1-Sitzung für das Renault-Team absolvieren. Er wird am Dienstag nach dem Großen Preis von Abu Dhabi beim "Young-Driver-Test" im Cockpit des Renault R.S.20 sitzen. Das ist jedoch umstritten.

Die FIA hat Alonso grünes Licht gegeben, bei einem Test mitzumachen, der eigentlich für Nachwuchsfahrer gedacht ist. Die Regeln besagen, dass Fahrer mindestens im Besitz einer nationalen A-Lizenz sein müssen und "in ihrer Karriere nicht an mehr als zwei Läufen zur Formel-1-Weltmeisterschaft teilgenommen haben dürfen, es sei denn, die FIA entscheidet anderweitig."

Nachdem Alonso als Fahrer für die Formel-1-Saison 2021 bestätigt worden war, begann Renault mit Lobbyarbeit, dem Spanier eine Teilnahme am Test zu ermöglichen. Begründung: Er sei zwei Jahre lang kein Formel-1-Rennen gefahren.

Bislang hat Alonso lediglich einen 100-Kilometer-Filmtag in Barcelona und ausgedehnte Testfahrten im 2018er-Renault absolviert. Mehrere Teams machten deshalb bei einer Reihe von Meetings ihren Unmut darüber deutlich, sollte Alonso testen dürfen. Darunter waren unter anderem McLaren, Ferrari und Racing Point.

Seidl: Wie sollen Alonso und "Young Driver" zusammenpassen?

Alle argumentierten damit, dass Renault einen Wettbewerbsvorteil daraus ziehen würde, wenn ein erfahrener künftiger Pilot das aktuelle Auto fahren würde und sich so in die Entwicklungsarbeit über den Winter einbringen könne.

"Meines Erachtens sagen die Regeln ganz eindeutig, dass keine Fahrer teilnehmen können, die mehr als zwei Rennen absolviert haben", sagte McLaren-Teamchef Andreas Seidl auf Nachfrage von 'Motorsport.com' bereits in Imola.

"Die FIA kann Ausnahmen nach eigenem Dünken erteilen. Aber nur, wenn der Sinn dieses Tests erhalten bleibt, also ein 'Young-Driver-Test'. Da gibt es eigentlich nicht viel zu diskutieren. Fernando ist ein großartiger Formel-1-Fahrer und hat viele Erfolge eingefahren. Ich sehe nicht, wie das mit einem Test für junge Fahrer zusammenpasst."

Dass der Test auf so viel Gegenwehr bei der Konkurrenz stößt, sieht wiederum deren Teamchef Cyril Abiteboul kritisch. Er sagt gegenüber 'Motorsport.com': "Das ist wiedermal der Versuch, bis in die kleinsten Ebenen hinein Spiele zu spielen. Aber die meisten Teams sind pragmatischer. Wir hoffen, dass die FIA es auch ist. Renault tut bereits so viel für junge Fahrer." Renault: Kein Vorteil für Alonso

Bei einem Meeting in Bahrain am heutigen Tage hat FIA-Rennleiter Michael Masi offiziell bestätigt, dass der Test für weitere Fahrer zugänglich gemacht werde. Es heißt, dass die Entscheidung direkt von FIA-Chef Jean Todt getroffen worden sei.

Weitere Teams profitieren von Ausnahmegenehmigung

Der Test steht nun Fahrern offen, die 2020 keine Rennen gefahren sind. Es wird erwartet, dass Red Bull Sebastien Buemi in eines seiner Autos setzen wird. Bei Alfa Romeo wird der reguläre Reserve- und FT1-Pilot Robert Kubica zum Zuge kommen.

Auch Jack Aitken soll die Erlaubnis erhalten, am Test teilzunehmen. Es könnte passieren, dass er bis dahin zwei Formel-1-Rennen absolviert haben wird, sollte Lewis Hamilton in Abu Dhabi nicht zurückkehren.

Die Entscheidung, dass Alonso fahren darf, macht andere Teams wütend - vor allem McLaren und Racing Point, die sich beide vor Monaten dazu entschlossen haben, den Test bereits abzusagen. Beide haben keine Junioren, die Testkilometer bräuchten.

Doch in beiden Fällen gibt es neue Fahrer (Ricciardo und Vettel), die theoretisch von einem Einführungstest in ihre neuen Teams hätten profitieren können, hätten sie ausreichend Zeit gehabt, Vertragsklauseln auszuarbeiten.

Ursprünglich sollten bei dem Test die neuen 18-Zoll-Räder getestet werden. Nachdem die neuen Regeln auf 2022 verschoben sind, wurde der Test zum "Young-Driver-Test" erklärt. Die Teams dürfen bis zu zwei Autos einsetzen.

Einige Teams wollten den Test gänzlich abschaffen, um im Zuge der COVID-19-Pandemie Kosten zu sparen, einigten sich aber letztlich darauf, Rookies eine Chance zu geben. Zum Teil können sie auch Einnahmen daraus generieren, Zeit am Steuer ihrer Boliden zu verkaufen. Die Sportlichen Regularien der Formel 1 2020 wurden entsprechend angepasst.

Mit Bildmaterial von Renault.

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Urheber Adam Cooper