Korb von Netflix: So reagiert Oliver Bearman auf die neue Staffel
Oliver Bearman hat eine Menge Material mit Netflix gedreht - Das scheint in Drive to Survive aber nicht vorzukommen
Oliver Bearman bei Drive to Survive? Nein, denn seine Takes wurden kaum genutzt
Foto: LAT Images
Oliver Bearman und die Kameras von Netflix - das scheint bisher eine einseitige Romanze zu sein. Während die achte Staffel von "Drive to Survive" pünktlich zum Saisonstart 2026 auf den Bildschirmen flimmert, suchen die Fans den Haas-Piloten in den neuen Episoden vergeblich. Und das, obwohl der Brite dem Produktionsteam ordentlich Zeit geopfert hat.
Im Gespräch mit Greg James in der BBC Radio 1 Breakfast Show verriet Bearman nun mit einem Augenzwinkern, dass er bereits mehrfach als Hauptdarsteller vor der Linse stand - das Ergebnis jedoch ernüchternd ausfiel.
"Macht euch keine großen Hoffnungen", scherzte Bearman, der für den Auftritt beim Radiosender erneut von einem Kamerateam begleitet wurde. "Ich habe bestimmt schon drei oder vier Tage lang mit ihnen gedreht, aber ich habe noch nie eine einzige Sekunde davon gesehen."
Bearmans Netflix-Frust: "Nicht eine Sekunde"
Der Youngster, der nach einer beeindruckenden Rookie-Saison 2025 (Platz 13 in der WM mit 41 Punkten) nun als gestandener Stammfahrer in das neue Reglement startet, erinnert sich noch gut an seine ersten Erfahrungen mit dem Streaming-Riesen.
"Beim ersten Mal war ich so aufgeregt, einen ganzen Tag lang mit ihnen zu filmen", so der Brite weiter. Doch die Ernüchterung folgte beim Sichten der Folgen: "Nicht eine Sekunde wurde gezeigt. Gar nichts. Das landete alles direkt im Mülleimer."
Ungewissheit vor 2026: "Es ist schrecklich"
Doch während Bearman sein Schicksal auf der Leinwand mit Humor nimmt, ist die Lage auf der Rennstrecke deutlich ernster. Vor dem Saisonauftakt in Australien herrscht beim US-Rennstall Haas das große Rätselraten - wie bei allen Teams angesichts der neuen technischen Ära.
Zwar schlug Bearman im Vorjahr seinen erfahrenen Teamkollegen Esteban Ocon, doch die Karten werden 2026 komplett neu gemischt. "Es ist im Moment unmöglich einzuschätzen, wo wir stehen", gibt er sich nach den Testfahrten in Bahrain vorsichtig. "Alles, was ich vom Team sehe, ist positiv, aber wir wissen nicht, wie wir im Vergleich dastehen. Das werden wir erst nach dem Qualifying in Melbourne wissen."
Besonders die Zuverlässigkeit bereitet dem Youngster Kopfzerbrechen: "In den ersten Rennen wird die Zuverlässigkeit ein riesiger Faktor sein. Es wird Teams und Leute geben, die mit diesem neuen Reglement Fehler machen."
Der Sprung ins Ungewisse
Für Bearman ist es das erste Mal in seiner Karriere, dass er eine so massive Regeländerung als Stammfahrer miterlebt. "Das ist Fluch und Segen zugleich", gesteht er. "Einerseits haben wir das Gefühl, sofort einen großen Einfluss haben zu können. Andererseits ist es schrecklich, nicht zu wissen, wo man steht."
Sein Wunsch für die kommenden Monate ist daher simpel: "Ich würde am liebsten sechs Monate vorspulen, um zu sehen, wo wir gelandet sind. Aber ich werde alles geben, damit wir so weit oben wie möglich stehen."
Ob die Netflix-Kameras dann öfter mal den "Rec"-Knopf drücken, wenn Bearman im Bild ist, bleibt abzuwarten. Die achte Staffel der Serie ist seit dem 27. Februar verfügbar - für Bearman wohl eher ein Programm zum Ignorieren.
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