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Kostensparen in Coronazeiten: Ferrari schlug Kundenautos vor

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Kostensparen in Coronazeiten: Ferrari schlug Kundenautos vor
Autor:
Co-Autor: Luke Smith

Im Zuge der Coronakrise kramte Ferrari den Vorschlag von Kundenautos aus der Schublade, der jedoch abgewiesen wurde

Ferrari wollte während der Coronakrise die Einführung von Kundenautos wieder diskutieren, doch der Vorschlag wurde von den restlichen Teams abgelehnt. Die Formel 1 hat in den vergangenen Wochen und Monaten nach Möglichkeiten gesucht, um Kosten zu sparen und Teams vor dem Kollaps zu retten.

Eine Idee waren Kundenautos, die Ferrari als Vorschlag ihn die Runde warf - ähnlich wie es in der MotoGP mit den Satellitenteams gehandhabt wird. "Aber der Vorschlag wurde von allen Teams, der Formel 1 und der FIA zurückgewiesen, glaube ich, was wir vollkommen verstehen können", sagt Ferrari-Teamchef Mattia Binotto. "Das war eine Entscheidung, die wir alle zusammen getroffen haben."

Stattdessen hatte man letzten Endes entschieden, mit den aktuellen Fahrzeugen auch 2021 noch weiterzufahren und das neue Reglement auf 2022 zu verschieben, um Entwicklungskosten zu sparen. Zudem wurde die Einführung einer Budgetgrenze von 145 Millionen Dollar entschieden, die im Laufe der Zeit weiter sinken soll.

Ferrari selbst ist weiterhin der Ansicht, dass Formel-1-Teams generell unabhängig sein sollten. "Sie sollten in der Lage sein, ihre eigene Entwicklung ordentlich vorzunehmen", sagt Binotto. Das neue Reglement und das bald kommende Concorde-Agreement sollen die Grundlage dafür bieten. "Es wäre großartig, wenn wir zehn Teams und zehn unterschiedliche Autos in der Startaufstellung haben."

Kundenautos sind in der Formel 1 verboten. Zuletzt hatten Toro Rosso (von Red Bull) und Super Aguri (von Honda) Ende der 2000er-Jahre Vorjahresfahrzeuge an den Start gebracht. 2020 flammte die Debatte aber wieder auf, weil der Racing Point auffällige Ähnlichkeiten zum Vorjahresmodell von Mercedes besitzen soll.

Renault protestiert gegen das Fahrzeug und sieht in der Debatte eine richtungsweisende Entscheidung, wie die Zukunft der Formel 1 aussehen soll. Auch McLaren hätte gerne Klarheit in dieser Angelegenheit und fürchtet eine "Kopier-Meisterschaft".

Red-Bull-Motorsportkonsulent Helmut Marko hätte hingegen kein Problem, wenn der Protest abgewiesen wird: "Dann machen wir das mit Alpha Tauri auch und sparen damit noch dazu Geld. Wir hätten halt dann quasi vier Red Bulls", so der Österreicher gegenüber der 'Kronen Zeitung'. Somit sind zumindest nicht alle gegen den Vorschlag von Kundenteams ...

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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