Krise bei Red Bull: Ralf Schumacher warnt Max Verstappen
Experte Ralf Schumacher hat Verständnis für die Kritik von Max Verstappen, ist aber auch der Meinung, dass der viermalige Weltmeister sich etwas zurücknehmen sollte
Max Verstappen hat aktuell keinen großen Spaß an der Formel 1
Foto: Getty Getty
Max Verstappen hat auch am China-Wochenende der Formel 1 wieder betont, dass er keinen Spaß am neuen Reglement der Königsklasse hat. Unter anderem sagte der viermalige Weltmeister, es gebe sicher Fans, denen die "neue" Formel 1 gefalle, "aber die verstehen dann nichts von Racing".
Experte Ralf Schumacher ist der Meinung, dass der Niederländer mit seiner öffentlichen Kritik niemandem einen Gefallen tut. "Ich weiß schon, was Max meint", sagt der sechsmalige Grand-Prix-Sieger bei Sky über den Hintergrund von Verstappens Kritik.
So könne man aktuell "nicht mehr mit Vollgas" durch viele Kurven fahren, wodurch die Formel 1 "einfacher" und "deutlich langsamer" geworden sei. "Und das frustriert natürlich", weiß Schumacher, der somit durchaus Verständnis für Verstappens Ansichten zeigt.
"Auf der anderen Seite hat er eine große Verantwortung [gegenüber Red Bull]", betont Schumacher und erklärt: "Er hat gezeigt, dass er eigentlich der schnellste Rennfahrer ist in der Formel 1." Zudem habe der Niederländer in der Vergangenheit auch bewiesen, dass er "ein guter Teamplayer" sei.
Doch jetzt müsse er beweisen, dass er auch dazu in der Lage sei, "ein Team, das in Schwierigkeiten steckt, nach vorne zu bringen. Und da empfehle ich ihm nur, mit diesen überflüssigen Kommentaren aufzuhören, Vergleichen mit Super Mario und so weiter", so Schumacher.
In der offiziellen FIA-Pressekonferenz am Donnerstag vor dem China-Rennen hatte Verstappen gewitzelt, dass er zur Vorbereitung auf die Rennen inzwischen lieber auf Mario Kart als auf einen Formel-1-Simulator setze. "Ich glaube, das bringt keinen weiter", so Schumacher.
Für Verstappen sei nun die Zeit gekommen, Red Bull etwas "zurückzugeben", so der Experte, der in diesem Zusammenhang auch Verstappens Ausflüge auf die Nürburgring-Nordschleife kritisch hinterfragt. Dort wird der Niederländer im Mai das 24-Stunden-Rennen bestreiten.
"Das kann man machen, muss man aber nicht", so Schumacher, der der Meinung ist, dass Verstappen sich jetzt voll darauf konzentrieren sollte, Red Bull in der Formel 1 wieder nach vorne zu bringen. Die Bullen liegen nach den ersten beiden Saisonrennen lediglich auf dem fünften WM-Platz.
Diese Story teilen oder speichern
Registrieren und Motorsport.com mit Adblocker genießen!
Von Formel 1 bis MotoGP berichten wir direkt aus dem Fahrerlager, denn wir lieben unseren Sport genau wie Du. Damit wir dir unseren Fachjournalismus weiterhin bieten können, verwendet unsere Website Cookies. Dadurch wird Dein Nutzererlebnis optimiert und die Werbung auf Deine Interessen zugeschnitten. Wir wollen dir aber natürlich trotzdem die Möglichkeit geben, eine werbefreie Website zu genießen.