Kumpel-Crash für Gasly abgehakt: "Weiß, dass es nicht nochmal passieren wird"

Pierre Gasly hat seinem Kumpel Charles Leclerc für die Kollision am Sonntag verziehen und weiß, dass es dazu nicht noch einmal kommen wird

Kumpel-Crash für Gasly abgehakt: "Weiß, dass es nicht nochmal passieren wird"

Ausgerechnet die beiden guten Freunde Pierre Gasly und Charles Leclerc kamen sich am vergangenen Sonntag im Rennen von Spielberg zu nahe. Während der Ferrari-Pilot bei der Kollision nach Kurve 1 einen beschädigten Frontflügel erleiden musste, schied Gasly nach diesem Vorfall aus und hatte erst einmal daran zu knabbern.

"Wir wussten, dass es irgendwann einmal passieren würde", sagt der AlphaTauri-Pilot. "Es ist nie schön, egal ob mit Charles oder mit jemand anderem. Das war einfach schmerzhaft." Denn von Startplatz sechs aus hatte der Franzose die Chance auf ein gutes Ergebnis.

Nach dem Rennen hatte er angegeben, nicht sauer auf seinen Kumpel zu sein, weil er weiß, dass es nicht mit Absicht war. Bei dieser Ansicht bleibt er auch vier Tage später, muss aber zugeben, dass er am Sonntag doch schon ziemlich angesäuert war.

"Er kam nach dem Rennen zu mir, aber da war ich noch ziemlich angepisst", sagt Gasly. "Es ist egal, ob du befreundet bist oder nicht. Ich war trotzdem verärgert", so der Franzose. "Aber ich kenne ihn und weiß, wie er fährt. Er ist ein fairer Fahrer und man kann sehen, dass es keine Absicht war. Aber so etwas passiert von Zeit zu Zeit. Wir kamen uns schon oft nah, aber diesmal bin ich leider ausgeschieden."

 

Überrascht war Gasly, dass Leclerc für seine Aktion keine Strafe bekam. Zwar hätte es sein Rennen auch nicht verändert, doch vor allem nach der Strafe gegen Valtteri Bottas, der bei seinem Dreher am Freitag niemandem das Rennen versaut hatte, hätte er mit einer Untersuchung gerechnet.

"Aber am Ende des Tages interessiert mich nur mein eigenes Rennen. Da hätte sich nichts verändert, trotzdem werden wir darüber vermutlich noch einmal mit Michael (Masi, Rennleiter; Anm. d. Red.) sprechen", sagt er.

Doch für ihn ist der Vorfall erst einmal abgehakt. "Wir müssen einfach sicherstellen, dass so etwas nicht noch einmal vorkommt", betont er. Doch dabei ist er sich recht sicher: "Ich kenne ihn, und das wird vermutlich nicht noch einmal passieren. Jetzt widmen wir uns dem kommenden Wochenende."

"Ja, ich habe mit Pierre gesprochen. Alles ist gut", bestätigt auch Leclerc am Donnerstag. Er ärgert sich ebenfalls über den Vorfall, da er gerne ein besseres Ergebnis abgeliefert hätte als den siebten Platz, der es am Ende wurde.

"Ich hätte es bestimmt vermeiden können, aber jetzt ist es zu spät", so der Monegasse. Gefragt, ob die schlechte Sichtbarkeit aus dem Auto schuld sei, winkt er ab: "Ja, man sieht nicht so viel, aber das sollte keine Ausrede sein. Wir sind Formel-1-Fahrer und sollten wissen, wie lang das Auto ist. Die Sicht ist nicht die beste, aber das ist definitiv keine Ausrede."

Am Wochenende haben beide die Chance, es besser zu machen.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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