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Lance Stroll: "Finde jedes Mal ein bisschen mehr Speed"

Lance Stroll freundet sich mit dem Racing Point RP19 immer besser an - Am Freitag in Bahrain gab es aber einen Rückschlag: Wo es beim Force-India-Nachfolger hakt

Heiko Stritzke Oleg Karpow, Ben Anderson

Bearbeitet: 29.03.2019, 21:38

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Der "Effizienzweltmeister" kommt in der Formel-1-Saison 2019 noch nicht so richtig aus den Puschen: Nach einem neunten Platz beim Saisonauftakt in Melbourne durch Lance Stroll landeten die beiden Racing Points am Freitag beim Großen Preis von Bahrain 2019 (Im Live-Ticker!) weit außerhalb der Top 10. Bekannt war die Mannschaft, die seit Sommer 2018 Lawrence Stroll gehört, noch nie für Raketenstarts in eine Saison. Hinzu kommt die relative Unerfahrenheit von Lance Stroll im Team.

"Ich habe immer noch das Gefühl, dass ich jedes Mal, wenn ich ins Auto steige, ein bisschen mehr Speed finde", sagt der 20-Jährige. "Es ist ein neues Umfeld für mich, ein neues Auto. Ich bin noch in der Erkundungsphase. Aber ich fühle mich sehr wohl. Das war vom ersten Testtag in Abu Dhabi an so."

"Die Jungs, das Team, alle unterstützen mich sehr und helfen mir bei der Umstellung. Es ist ein tolles Team: sehr motiviert, sehr leidenschaftlich. Wenn wir an der Strecke ankommen, sind wir bereit für den Kampf. Da macht es Spaß, am Morgen aufzustehen." Ob das im Umkehrschluss bedeutet, dass es bei Williams so womöglich nicht gewesen ist, lassen wir an dieser Stelle mal offen.

Jedenfalls war der Auftakt, bei dem er Sergio Perez im Rennen deutlich hinter sich ließ, für diese Tatsache gar nicht so schlecht. Aber am Bahrain-Freitag war er in beiden Sitzungen deutlich langsamer als sein mexikanischer Teamkollege. Mehr als sechs Zehntel fehlten am Nachmittag, in der Abendsession waren es immerhin noch vier Zehntelsekunden. Hinzu kam noch ein Dreher im ersten Training. "Ich war einfach ein bisschen zu früh am Gas", nimmt der Kanadier die Schuld auf seine Kappe.

Perez angefressen: Es fehlt an Traktion

Aber bei den Plätzen 14 und 18 (FT1) und 14 und 17 (FT2) spielt das keine allzu große Rolle, denn eigentlich hat das Team andere Ansprüche. Es ist ein wenig der Wurm drin bei der langjährigen vierten Kraft der Formel 1. "Nicht die beste Zeit im Moment", gesteht auch Sergio Perez, der eigentlich mit den (Lawrence-) Stroll-Millionen das Team an die Spitze führen will.

"Ich habe das Gefühl, dass diese Strecke unsere Schwächen mehr in den Vordergrund rückt." Und diese lauten: Traktion. Bei drei spitzen Ecken und mindestens zwei weiteren engen Kurven zählt der mechanische Grip an der Hinterachse. Auf dem Albert Park Circuit spielte das Thema keine ganz so wichtige Rolle.

"Wir sind weiter weg als in Melbourne", konstatiert Perez, der einen gewissen Frust zugibt, nicht um die Positionen des Vorjahres kämpfen zu können. "Ich hoffe, dass wir über Nacht noch die eine oder andere Zehntelsekunden finden können und noch etwas dichter herankommen. Aber viel haben wir da nicht mehr Köcher. Anders als in Melbourne sehe ich uns morgen nicht in Q3, außer die anderen Teams machen etwas falsch. Das sieht nach einem schwierigen Wochenende aus. Aber wir geben unser Bestes und kommen vielleicht noch mit ein paar Punkten hier raus."

Lance Stroll sieht es derzeit optimistischer: "Das war heute nicht einfach. Aber wisst ihr was? Das kriegen wir bis morgen hin. Wir werden heute Nacht ein bisschen Speed suchen und kommen morgen in besserer Form zurück. Es besteht kein Zweifel daran, dass wir etwas finden müssen. Aber ich bin mir sicher, dass wir das können."

Weitere Co-Autoren: Ben Anderson. Mit Bildmaterial von LAT.

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