Lance Stroll: Warum er am Ende 24 Sekunden hinter Vettel lag

Lance Stroll wird den US-Grand-Prix der Formel 1 2021 nicht in guter Erinnerung behalten, nach einem verpatzten Qualifying lief es auch im Rennen nicht

Lance Stroll: Warum er am Ende 24 Sekunden hinter Vettel lag

Mit der Glücksgöttin Fortuna war Lance Stroll beim Formel-1-Rennen in Austin nicht im Bunde. Im Qualifying ereilte ihm im schlechtesten Moment in Q1 eine Doppelgelbphase, und im Rennen war bereits nach wenigen Sekunden nicht mehr viel zu holen. In der Anfahrt auf Kurve 1 wurde Stroll von Williams-Pilot Nicholas Latifi getroffen und umgedreht.

"Es war schwierig aufzuholen, nachdem ich in Kurve 1 getroffen wurde und nach hinten gefallen bin. Ich hatte einige Beschädigungen, das war nicht ideal", sagt Stroll. Zumindest verlor der Kanadier nicht völlig den Anschluss, bereits nach zwei Runden war er schon wieder an beiden Haas-Piloten vorbei. Nikita Masepin musste ohnehin bereits in der ersten Runde an die Box.

Anschließend hing Stroll zunächst ein paar Runden hinter Fernando Alonso fest, als der Alpine-Pilot schließlich früh an die Box kam, lag Stroll immerhin wieder direkt hinter Teamkollege Sebastian Vettel. Daran sollte sich zunächst auch nichts ändern. Beide fuhren ungefähr auf einem Niveau, auch strategisch war es zwischen beiden recht ähnlich.

Stroll über Boxenstopp-Verzicht: Hofften, vorne passiert was

Vettel kam schließlich in Runde 17 erstmals in die Box und holte sich gebrauchte Mediums, Stroll zog eine Runde später nach und bekam neue Mediums aufgezogen. Dennoch konnte sich Vettel bereits im zweiten Stint kontinuierlich von Stroll absetzen.

"Die Beschädigung hat uns das gesamte Rennen über beeinträchtigt", erklärt der 22-Jährige. Konkret handelte es sich am Aston Martin um einen Schaden am Frontflügel. Dieser sei jedoch nicht groß genug gewesen, um dafür den Zeitverlust durch einen Nasenwechsel in Kauf zu nehmen.

"Wir hätten so viel Zeit verloren, und es war ja immer noch fahrbar. Wir hatten gehofft, dass vorne vielleicht etwas passiert. Aber es war halt so eines dieser Rennen", sagt Stroll. In Runde 34 kam Stroll dann zum zweiten Boxenstopp, sein Rückstand auf Vettel war zu diesem Zeitpunkt bereits auf über zehn Sekunden angewachsen.

Stroll: Wochenende verlief einfach unglücklich

Vettel kam vier Runden danach rein und setzte anschließend zu seiner Aufholjagd an, die ihn - auch dank des Drehers von Kimi Räikkönen - noch bis in die Punkte führte. Mit diesem Tempo konnte Stroll dann nicht mehr mithalten, im Ziel trennten beide Aston Martins schließlich knapp 24 Sekunden.

Laut Stroll lief das Wochenende für ihn schlicht "unglücklich". Er ist sicher: "An einem normalen Wochenende hätten wir sicherlich ein gutes Ergebnis holen können." Mit Blick auf die kommenden Rennen will er die Geschehnisse in Austin schnell abhaken. Sein Ziel: "Alles geben und an jedem Wochenende so viele Punkte wie möglich holen."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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