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Lando Norris: Als ich zu McLaren kam, hat der "letzte Biss" gefehlt

McLaren-Pilot Lando Norris erinnert sich an seine Anfänge beim britischen Traditionsteam und die Atmosphäre, die damals in Woking vorherrschte

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Lando Norris: Als ich zu McLaren kam, hat der "letzte Biss" gefehlt

Das britische McLaren-Team befindet sich seit zwei Jahren im Aufwärtstrend. Das führt Stammpilot Lando Norris auf den Neustart 2019 zurück. Zuvor habe dem Rennstall der "letzte Biss" gefehlt. Auch seine Vorgänger Jenson Button, Fernando Alonso und Stoffel Vandoorne nimmt er von dieser Kritik nicht aus.

"Es ist wirklich unglaublich", beschreibt der 21-Jährige die Kehrtwende, die McLaren nach den desaströsen Honda-Jahren geschafft hat. Norris erinnert sich noch daran, in welchem Zustand sich der Rennstall zu seiner Anfangszeit befand. "Uns hat Enthusiasmus und dieser letzte Biss und Antrieb gefehlt, auch den Fahrern."

Seit zwei Jahren ist Norris nun Stammpilot bei McLaren, allerdings schon weit länger Mitglied des Teams. 2016 gewann er den McLaren-Young-Driver-Award bei den Autosport-Awards, wenig später wurde er ins Juniorenprogramm aufgenommen.

"Ich kam schon zu McLaren, da bin ich noch gar nicht für sie gefahren. Ich bin nun schon fast fünf Jahre dabei, das scheint eine lange Zeit zu sein, aber es fühlt sich noch nicht so lang an. Die Atmosphäre im Team und auch die Mentalität war nicht schlecht damals, es hat aber etwas gefehlt", erinnert er sich.

2015 hatte McLaren die folgenschwere Entscheidung getroffen, die einst glorreiche und höchst erfolgreiche Partnerschaft mit Honda wieder aufleben zu lassen. Hinzukam, dass das Team Fernando Alonso als neuen Leistungsträger engagierte und mit Jenson Button einen erfahrenen Teamplayer vorweisen konnte.

Die Partnerschaft lief allerdings alles andere als nach Plan, sodass die Teamführung 2017 nach drei katastrophalen Jahren die Notbremse zog. Renault wurde im Jahr darauf neuer Motorenpartner, Button ging in Rente und Alonso verließ das Team 2018 ebenso wie ein Teil der Teamführung.

Nach "Schoko-Gate", "GP2-Motor" und erfolglosen Jahren im hinteren Mittelfeld stellte sich McLaren 2019 mit Norris und Sainz vollkommen neu auf, wenig später wurden mit James Key (Technikchef) und Andreas Seidl (Teamchef) zwei Schlüsselrollen neu besetzt. Die Erfolge gaben der neuen Konstellation recht.

Norris weiß, was vor dem Neustart gefehlt hat: "Einfach diese Mentalität, dass wir auf die Strecke gehen und wieder gewinnen wollen. Mit Carlos und mir war das vor ein paar Jahren ein Neustart. Das heute ist wieder einer", bezeichnet er die Saison 2021 - mit Daniel Ricciardo und dem Mercedes-Comeback - ebenfalls als Neuanfang.

"Das Team hat sich so stark verbessert in den vergangenen Jahren. Das ist so schön zu sehen. Jedes Mal wenn ich vorbeikomme, hat jeder ein Lächeln auf den Lippen und ist motiviert, um den nächsten Schritt zu machen und noch ein wenig härter zu arbeiten, um das Auto jedes Mal ein wenig schneller zu machen."

Denn das große Ziel hat man in Woking wieder fest im Blick: "Damit wir uns wieder in den Kampf an der Spitze einmischen und wieder Rennen gewinnen und Podestplätze einfahren können."

Mit Bildmaterial von LAT.

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