Lando Norris: "Ein Podium ist nicht genug"

2022 war Lando Norris der einzige Fahrer außerhalb von Red Bull, Ferrari und Mercedes auf dem Podium, doch "das reicht nicht", betont der McLaren-Pilot

Lando Norris: "Ein Podium ist nicht genug"
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Nach dem starken vierten Platz in der Formel-1-Saison 2021 musste McLaren in diesem Jahr Federn lassen. Das Team aus Woking war nicht mehr "Best of the rest", sondern fiel im Mittelfeld noch hinter Alpine zurück und wurde Fünfter.

Allerdings stellte das Team in dieser Saison den einzigen Fahrer außerhalb von Red Bull, Ferrari und Mercedes, dem es gelang, aufs Podium zu fahren. Beim Grand Prix der Emilia-Romagna in Imola belegte Lando Norris hinter den beiden Red-Bull-Piloten Max Verstappen und Sergio Perez den dritten Platz.

Darauf angesprochen scherzt der Brite: "Oh, ich bin unglaublich. Aber klar, ein Podium bedeutet natürlich immer etwas - für mich und für das Team. Aber eins ist nicht genug. Bei nur einem könnte man sagen, wie haben einfach Glück gehabt."

"Man möchte jedes Mal das Gefühl haben, dass man es verdient hat, dort zu stehen, und wir haben es auf jeden Fall verdient, dort zu stehen", betont Norris. Doch man sei einfach nicht schnell genug gewesen. "Aber ja, einmal reicht mir nicht. Es wird dem Team nicht gerecht. Und all das liegt am Auto, das wir hatten."

2022 "ein ziemliches Auf und Ab" für McLaren

Die Saison beschreibt der McLaren-Pilot als "sehr hart" und "schwierig". "Es war ziemliches Auf und Ab. Wir hatten ein Wochenende wie hier (Abu Dhabi; Anm. d. R.), wo wir schnell waren. Und dann waren wir in Brasilien, was eines unserer schlechtesten Wochenenden in der ganzen Saison war", blickt er zurück.

Während Norris in Abu Dhabi Sechster wurde und auch Teamkollege Daniel Ricciardo mit Platz neun punkten konnte, gingen beide in Brasilien leer aus. Bei Norris versagte das Getriebe, Ricciardo crashte mit Kevin Magnussen im Haas.

"Wir hatten also eines der größten Tiefs und dann vielleicht eines der besten Hochs des Jahres an den letzten beiden Wochenenden", sagt Norris. Für das nächste Jahr hofft er auf mehr Konstanz und ganz allgemein einen Schritt nach vorn. "Und ich habe das Gefühl, dass sich jeder dafür einsetzt. Die Zeit wird es zeigen."

Norris lobt schnelle Boxenstopps seines Teams

An Motivation mangele es dem Team vor allem nach dem erfreulichen Ergebnis im Saionfinale nicht, weiß der Brite: "Es gibt jedem Energie, vor Alpine zu landen - was das Ergebnis angeht, nicht die Meisterschaft. Man ist einfach immer glücklicher, wenn man vor den anderen liegt und ein gutes Ergebnis erzielt."

"Deshalb lächeln jetzt alle, denn wir hatten, glaube ich, eine gute Saison. Jeder hier an der Strecke hat einen sehr guten Job gemacht, die Mechaniker, die Ingenieure. Ich denke, wir haben so ziemlich jede Gelegenheit genutzt, die wir hatten", meint Norris.

Dabei lobt er vor allem die Boxencrew: "Die Mechaniker haben im schwierigsten Jahr für Boxenstopps einen klasse Job gemacht. Mit schwereren Reifen und schlechteren Schlagschraubern hatten wir den schnellsten Boxenstopp in diesem Jahr, wir hatten mehrere schnellste Boxenstopps an den Wochenenden."

"In so vielen Bereichen sind wir auf einem guten Weg und besser als je zuvor. Das Einzige, was man braucht, um das alles auch zeigen und Kapital darauf schlagen zu können, ist das, was uns im Moment fehlt." Nämlich ein konkurrenzfähigeres Auto.

"Also wird sich jeder weiter reinhängen. Alle wollen es. Alle Mechaniker und Ingenieure sind hungriger denn je und haben mehr Energie denn je, um schneller zu werden und ein besseres Auto zu bauen. Es ist nur nicht einfach, das zu tun. Aber sie haben einen guten Plan ausgearbeitet. Für jetzt müssen wir abwarten."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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