Lando Norris: Erste Runden "ein Schock für mein Gehirn"

Für Lando Norris fühlten sich die ersten Runden wie ein Schock an, doch schon in der ersten Runde fuhr er Vollgas durch Eau Rouge

Lando Norris: Erste Runden "ein Schock für mein Gehirn"

"Ich bin einfach froh, wieder zurück zu sein", sagt Lando Norris nach dem Ende der Sommerpause. Nach vier Wochen saß der McLaren in Spa-Francorchamps endlich wieder im Auto und musste sich erst einmal wieder daran gewöhnen: "In den ersten Runden war es ein kleiner Schock für mein Gehirn", lacht er.

Doch allzu schwierig konnte es nicht gewesen sein: "Ich konnte Eau Rouge und Raidillon schon in meiner ersten Runde mit Vollgas fahren. Darüber war ich glücklich", so der McLaren-Pilot, der den Tag auf Rang neun abschloss. Er ist überzeugt: "Morgen werden wir mit einigen Verbesserungen besser sein."

Denn ganz so gut lief es für ihn nicht. "Das erste Training war vielleicht nicht so stark", sagt er. "Wir hatten große Probleme mit dem Auto." Doch mit kleineren Set-up-Anpassungen konnte er im zweiten Training etwas zufriedener sein.

Was ihm das Leben aber wie bei allen anderen etwas schwer gemacht hat, war das wechselhafte Wetter. Dadurch musste er ein paar andere Einstellungen fahren und sich auch etwas anders vorbereiten. "Viele Runs mit viel Benzin habe ich nicht gemacht, aber wir können auch morgen noch etwas schaffen", sagt er.

Ricciardo nur auf Platz 16

Teamkollege Daniel Ricciardo landete mit 1,6 Sekunden Rückstand nur auf dem 16. Platz, meint aber, dass der Tag ganz in Ordnung war. "Sagen wir, der Performance-Run war nicht großartig, aber es war schön, wieder fahren zu können", so der Australier, der ausreichend Daten gesammelt haben will. "Wir haben genug, um heute Abend zu schauen, was wir machen wollen."

Daniel Ricciardo, McLaren MCL35M

Daniel Ricciardo, McLaren MCL35M

Foto: Steven Tee / Motorsport Images

"Wir haben heute ein paar Tests gemacht, und ich denke, dass wir heute Abend versuchen werden, herauszufinden, in welche Richtung es geht", so Ricciardo weiter. "Manchmal ist es ein Spagat: Man will Abtrieb für den mittleren Sektor, aber auf den Geraden verliert man eher. Es kommt also darauf an, womit man zufrieden ist und dass man ein Gleichgewicht findet. Die Zeit wird zeigen, wofür wir uns am Ende entscheiden."

Die Frage ist auch, wo sich McLaren im weiteren Wochenendverlauf einsortieren wird. Dass man es mit Mercedes und Red Bull aufnehmen wird, glaubt Norris nicht. Allerdings will er auch nicht schwarzsehen. Zwar lagen einige Konkurrenten vor ihm, doch er glaubt an die Stärke seines Teams, bis zum Samstag noch etwas zu finden. Genau wie er selbst.

Duell mit Ferrari erwartet

"Ich kann mich noch verbessern, und dasselbe gilt für das Team. Ich mache mir also keine Sorgen", sagt er. "Aber wir haben noch ein wenig Arbeit vor uns, um die Jungs im Mittelfeld zu überholen, bevor wir sehen können, ob wir Red Bull und Mercedes hinter uns lassen können. Wir werden also sehen, was wir für morgen tun können."

Wichtig wäre vor allem, das Duell mit Ferrari zu gewinnen, die in der WM punktgleich auf Platz drei liegen. "Ich denke, wir sind dabei", meint Ricciardo. "Wir neigen dazu, am Samstag einen größeren Schritt zu machen, also hoffen wir, dass das der Fall ist, und ja, wir sollten ziemlich nah dran sein."

"Aber natürlich hat Charles [Leclerc] seine Runden nicht gedreht, sodass man nicht wirklich weiß, wo er gelandet wäre, aber hoffentlich geht der Kampf weiter, macht Spaß, ist spannend - und wir sind alle dabei."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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