Lando Norris: Im Rennen haben wir mit der Hinterachse mehr Probleme

McLaren-Pilot Lando Norris sieht in der klaren Niederlage gegen Ferrari keinen Trend, sondern eine streckenspezifische Problematik

Lando Norris: Im Rennen haben wir mit der Hinterachse mehr Probleme

Die klare Niederlage gegen Ferrari beim Großen Preis von Spanien hat bei McLaren nicht für tiefe Sorgenfalten gesorgt. Teamchef Andreas Seidl nahm das Wochenende in Barcelona sportlich und erkannte Ferraris Überlegenheit bereits an. Und auch Lando Norris sieht keinen Beinbruch darin, dass die Scuderia in Spanien schneller war.

Besonders im Rennen am Sonntag konnte McLaren nicht mehr mit den roten Rennern mithalten, vor allem Charles Leclerc auf Rang vier war außer Reichweite. "Unsere Qualifying-Pace an diesem Wochenende war besser als die Rennpace. Im Rennen hatten wir größere Probleme mit dem Heck, weshalb es ein bisschen schwieriger zu fahren war. Und genau da sahen die Ferraris stärker aus", erklärt Norris.

Bei Ferrari jubelten Fahrer und Teamchef Mattia Binotto über den geringeren Reifenverschleiß als noch in den Rennen zuvor, weshalb das Team auch endlich über eine ganze Renndistanz gute Zeiten fahren konnte. Für Norris hängt das aber alles zusammen.

Norris: Ferrari die gesamte Saison schnell

"Sie waren im Rennen so viel schneller, dass sie mehr als gewöhnlich auf die Reifen achten konnten. Ich denke, auf anderen Strecken müssen sie mehr pushen, das beansprucht ihre Reifen mehr und so weiter. Daher war es keine Überraschung", meint der 21-Jährige.

Generell sei Ferrari stärker, als es in den ersten Rennen vielleicht den Eindruck gemacht habe, findet Norris. In den ersten drei Rennen war McLaren zwar die Nummer drei im Feld, Ferrari war aber nie ganz weit weg.

"Sie sind in den Rennen nicht immer schrecklich. Manchmal ist man halt während eines gesamten Rennens konkurrenzfähig", so der Youngster: "Sie waren die gesamte Saison schnell und an diesem Wochenende haben sie einen tollen Job gemacht alles zusammen bekommen."

Norris: Wissen, woran wir arbeiten müssen

Die Problematik mit dem Heck sei eine Charakteristik des MCL35M und habe sich in Barcelona besonders stark gezeigt, erklärt er. Auch Portugal sei ähnlich gewesen, wenngleich Norris in Portimao Platz fünf und damit den Titel als "Best of the Rest" noch verteidigen konnte.

Grundsätzlich sei ihm mit Blick auf die kommenden Rennen aber nicht bange. "Ich denke, wir wissen, woran wir beim Auto arbeiten müssen. Wir brauchen mehr Grip auf der Hinterachse und müssen uns etwas mehr auf das Auto verlassen können. Das wird uns das Leben deutlich vereinfachen", glaubt Norris.

Dass das Rennen in Barcelona so ganz anders war als die drei zuvor in diesem Jahr, zeigt auch der Fakt, dass Norris in Spanien erstmals in der laufenden Saison überrundet wurde. Dies sei aber nicht schmerzhaft gewesen, sagt er. "Man steckt halt hinter den anderen Autos fest. Wenn man von Rang vier startet und man ein sauberes Rennen hat, dann wird man auch nicht überrundet", merkt Norris an.

Norris: Monaco wird nicht einfach

Ein Indikator für die Leistungsfähigkeit sei das nicht gewesen. "Es bedeutet nicht, dass wir Kilometer weg waren. Es lag nur daran, wenn du in Barcelona hinter einem Auto feststeckst, dann kommst du nicht vorbei, wenn du eine ähnliche Pace hast", sagt er.

Für das kommende Rennen in Monaco wagt Norris keine genaue Prognose. "Wir müssen abwarten. Man benötigt natürlich ein ganz anderes Set-up für einen Stadtkurs, weil es mehr Bodenwellen und dergleichen gibt. Wir müssen schauen, aber es wird definitiv nicht einfach", blickt er voraus.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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