Lando Norris skeptisch: Dschidda liegt dem McLaren "nicht so sehr"

McLaren verpasst am ersten Formel-1-Trainingstag in Dschidda die Top 10 - Lando Norris befürchtet, die Strecke liegt dem Auto nicht - Daniel Ricciardo optimistischer

Lando Norris skeptisch: Dschidda liegt dem McLaren "nicht so sehr"

McLaren landete in den beiden Freien Trainings am Freitag zum Großen Preis von Saudi-Arabien im grauen Mittelfeld der Formel 1. Daniel Ricciardo und Lando Norris beendeten die Premiere auf dem Dschidda Corniche Circuit auf den Plätzen elf und zwölf. Im McLaren-Lager ist man angesichts der Eindrücke vom Freitag noch entsprechend vorsichtig.

"Im Moment liegt die Strecke unserem Auto nicht so sehr", meint beispielsweise Lando Norris. Angesichts von fast einer Sekunde Rückstand auf die Spitze gilt für ihn: "Wir werden versuchen, für morgen einige Verbesserungen vorzunehmen. Heute war es nicht so toll. Ich bin sicher, dass wir morgen näher herankommen können, aber wir haben noch viel Zeit zu finden."

Ähnlich sieht es auch Teamkollege Daniel Ricciardo, der aber ein wenig optimistischer klingt: "Ich denke, wir können besser sein, wenn ich mir einige unserer Rivalen oder Konkurrenten ansehe. Wir können diese Leistung auf dieser Strecke mit den Eigenschaften, die sie hat, erbringen. Ich glaube immer noch, dass diese Strecke uns liegt."

Ricciardo war es übrigens auch, der genau wie fünf andere Kollegen seine beste Rundenzeit nicht auf dem Soft-Reifen erzielt hat. Er und Yuki Tsunoda waren auf der harten Mischung am schnellsten unterwegs. Lewis Hamilton, Valtteri Bottas, Lance Stroll und Nicholas Latifi fuhren ihre schnellste Zeit auf dem Medium-Reifen.

Dschidda: Reifen stellen Lando Norris vor Rätsel

Ein Umstand, der Norris nachdenklich macht: "Ich denke, wir sind überrascht, dass der weiche Reifen nicht viel ... Nun, viele Teams haben sich damit nicht einmal verbessert. Wir wollten heute versuchen zu verstehen, was der beste Reifen sein würde, und deshalb gibt es einen kleinen Unterschied zwischen dem weichen und dem Medium-Reifen. Daher denke ich, haben wir ein Verständnis aufgebaut."

Der McLaren-Pilot weiter: "Aber natürlich ist es nicht so, dass der weiche Reifen zwei oder drei Zehntel schneller ist. Manchmal ist er besser, aber es scheint ein bisschen schwieriger zu sein, die Runde zusammenzukriegen. Ich denke also, dass es für jedes Team anders ist. Und wir haben unsere Meinung, die hoffentlich richtig ist."

 

Das McLaren-Team hat dementsprechend über Nacht noch ein paar zusätzliche Schichten eingelegt, um den MCL35M an die Strecke in Dschidda anzupassen. Der Neuzugang im Formel-1-Kalender mit seinen Highspeed-Passagen begeistert Norris: "Es ist eine sehr coole Strecke. Es macht eine Menge Spaß. Die Strecke ist wirklich schwierig, besonders im ersten Sektor. Wenn man zur falschen Zeit blinzelt, landet man in der Mauer."

"Es ist also schwierig, sich bei den Geschwindigkeiten, die wir fahren, so sehr zu konzentrieren. Aber die Strecke macht Spaß. Sie ist sicher aufregend und hält dich die ganze Runde auf Trab, was immer eine gute Sache ist." Ob der Spaß und die Arbeit dann in bessere Ergebnisse umgemünzt werden können, wird sich am Samstag zeigen müssen.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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