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Langer Radstand: James Allison räumt mit Mythos auf

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Langer Radstand: James Allison räumt mit Mythos auf
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Mercedes-Technikdirektor James Allison erklärt, wie Fahrwerk und Aerodynamik im Formel-1-Auto zusammenwirken, und macht Schluss mit einem Mythos

Mercedes ist seit Jahren das Auto mit dem längsten Radstand in der Formel 1. Aktuell misst der W10 3,698 Meter zwischen den Rädern. Zum Vergleich: Red Bull ist mit einem Radstand von 3,619 Meter das kompakteste Auto unter den 2019er-Modellen. Für Mercedes-Technikchef James Allison ist das jedoch nicht der entscheidende Unterschied, wie er im Gespräch mit Sky-Reporter Ted Kravitz erörtert.

"Es gibt eine Art Mythos, dass Autos mit langem Radstand nicht besonders gut in Kurven sind", stellt Alisson fest. "Wenn man von einem großen Radstand spricht, wird immer der Unterschied zwischen unserem und den anderen Autos herangezogen. Als ob es allein das wäre... Natürlich gibt es einen Unterschied zwischen Autos mit langem und kurzem Radstand. Aber da reden wir über Millisekunden."

"Als wir auf langsameren Strecke Probleme hatten, fehlten uns meist Zehntel, und zwar viele Zehntel", ruft er in Erinnerung. "Das hat nichts mit dem Radstand zu tun. Vielmehr hängt es damit zusammen, ob die Vorder- und Hinterreifen gut funktionieren und ob die Aero-Elemente den Fahrer dabei unterstützen, ihm in den Kurven auf der Vorderachse die richtige Menge Abtrieb zu geben im Vergleich zur Hinterachse."

Dabei gehe es darum, die richtige Balance zu finden. "Uns hat es einige Zeit gekostet, um die Probleme loszuwerden, die wir mit unserem 2017er-Auto in dieser Hinsicht hatten", gibt Allison zu und verrät: "Formel-1-Autos neigen dazu, am Scheitelpunkt einer Kurve zu untersteuern. Was die Fahrer auf der Bremse wollen, ist ein stabiles Auto, das am Hinterrad nicht ausbricht, wenn man auf die Bremse steigt."

"In der Absicht, das zu erreichen, passiert es recht häufig, dass sich die Fahrer am Scheitelpunkt über genau das gegenteilige Problem beschweren. Sie klagen darüber, dass es zu stabil ist, zu sehr untersteuert. Was sie wollen, ist, dass das Auto beißt. Das bewerkstelligt man durch eine entsprechende Einstellung des Frontflügels. Hier lässt sich mit überraschend wenig Bewegung einige Zeit gewinnen."

Wie ziel-, aber auch irreführend die Aerodynamik sein kann, weiß Allison nur zu gut: "Ob sich ein Auto gut anfühlt, wenn es über Bodenwellen und Randsteine fährt, hängt normalerweise davon ab, wie gut das Aero-Paket funktioniert. Wenn es genug Abtrieb an den richtigen Stellen gibt, kann der Fahrer dem Auto vertrauen und es recht aggressiv über die meiste Randsteine führen. Das Auto wird das dann schlucken."

Mit Bildmaterial von Sutton.

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