Laurent Mekies: Was P3 in der WM für Ferrari bedeuten würde

Ferrari ist mit seinen Fortschritten im Vergleich zu 2020 sehr zufrieden und freut sich vor allem darüber, wie man "in den dunkelsten Stunden" zusammengehalten hat

Laurent Mekies: Was P3 in der WM für Ferrari bedeuten würde

Ferrari hat in Mexiko die große Chance, McLaren im Kampf um Platz drei in der WM wieder zu überholen. Gerade einmal 3,5 Punkte trennen die beiden Teams fünf Rennen vor dem Ende, und wie es aussieht scheint die Scuderia die Nase in Mexiko deutlich vorn zu haben. Platz fünf und sieben gab es am Freitag für Ferrari, McLaren landete in keiner Session in den Top 10.

"Das ist ein sehr guter Kampf, McLaren hatte eine sehr starke Saison", sagt Ferrari-Sportdirektor Laurent Mekies über das Duell der einstigen Spitzenteams. "Sie hatten in Monza einen tollen Sieg und pushen unheimlich hart. Und wir freuen uns, dass wir in diesem Kampf dabei sind."

Denn bei Ferrari hat man nicht vergessen, wie es noch vor einem Jahr aussah. Damals hatte Ferrari darum gekämpft, nicht von AlphaTauri auf den siebten Platz verdrängt zu werden. Doch die Roten haben sich zurückgekämpft und greifen nun schon wieder nach Platz drei. "Das ist ein gutes Zeugnis für die Fortschritte, die das Team gemacht hat", lobt Mekies.

Was der dritte Platz für Ferrari bedeuten würde, darauf hat er eine klare Antwort: "Es bedeutet, dass wir unseren Fortschritt, den wir versuchen und an den wir glauben, auch in Fakten umsetzen. Und darum geht es am Ende", sagt er.

Das Beste am Wiederaufbau bei Ferrari sei für ihn aber der Fakt, dass das Team selbst in den schwierigsten Momenten zusammengehalten habe. "Wir standen vor einer großen Aufgabe, uns aus dieser Situation zu befreien, aber selbst in den dunkelsten Momenten war das Team sehr gut vereint", lobt Mekies.

Fahrer treiben das Team an

Der Lohn ist, dass Ferrari seitdem gute Fortschritte machen konnte, auch wenn das durch das enge Reglement und die Beibehaltung der Autos sehr schwierig war. "Und das hat Selbstvertrauen gegeben", betont der Sportdirektor. "Die Atmosphäre ist fantastisch. Die schwierige Phase hat uns einen unglaublichen Teamgeist verschafft."

Hinzu kommen auch gute Leistungen der beiden Fahrer Carlos Sainz und Charles Leclerc, die immer wieder Highlights setzen konnten. Beide kämpfen auch untereinander um die Vorherrschaft im Team und sind dabei nur durch 5,5 Punkte getrennt.

"Natürlich sind die beiden sehr wettbewerbsgetrieben, und so sollte es auch sein, aber wir genießen derzeit eine Interaktion zwischen den beiden Fahrern und zwischen den Fahrern und dem Team, die auf einem sehr hohen Niveau ist", lobt Mekies. "Und auf diesem Vorteil wollen wir aufbauen. Sie treiben nicht nur sich selbst, sondern auch das Team an und haben immer die richtige Einstellung."

Kampf als gutes Training für die Zukunft

Und das werde Ferrari auch in Zukunft etwas Rundenzeit bringen, betont er weiter. Dass der Wettbewerb untereinander ausufert, glaubt Mekies jedoch nicht: "Ich kann selbstbewusst sagen, dass sie mehr darauf fokussiert sind, den dritten Platz zu erreichen, als auf ihren eigenen Kampf."

Wer den am Ende zwischen Ferrari und McLaren erreichen wird, ist aktuell offen. "Es wird darum gehen, wer von beiden am Ende etwas mehr liegen lässt", prognostiziert Mekies und sieht das schon einmal als gutes Training für die Zukunft.

"Hoffentlich werden wir in Zukunft größere Kämpfe bestreiten. Das bedeutet, dass wir in der Lage sein müssen, uns in diesen Kämpfen wohlzufühlen, unter Druck zu agieren und unter Druck Leistung zu bringen - und ich denke, dass wir das als Team als eine fantastische Herausforderung ansehen, um den nächsten Schritt zu machen."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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