Formel 1 Monza

Laut Fernando Alonso: Monza nicht mehr der "Temple of Speed"

Fernando Alonso zeigt sich vom Autordromo Nationale Monza mit den Formel-1-Boliden des Jahrgangs 2026 bislang alles andere als begeistert

Alexis Hoffmann Stuart Codling

Bearbeitet: 05.09.2026, 22:35

Link kopieren

Auf Facebook teilen

Auf Twitter teilen

Auf WhatsApp teilen

Auf Linkedin teilen

Auf Pinterest teilen

Auf Viber teilen

Als bevorzugte Quelle hinzufügen

Fernando Alonso: Monza ist nicht mehr der "Temple of Speed"

Fernando Alonso ist und bleibt ein Kritiker der Formel 1 2026

Foto: LAT Images

Glaubt man Fernando Alonso, dann ist Monza in der aktuellen Formel 1 nicht mehr der "Temple of Speed". So äußert sich der zweimalige Weltmeister nach dem Qualifying zum Grand Prix von Italien.

"Es war anders als bisher in Monza", erklärt Alonso zur Erfahrung, mit den Boliden der Saison 2026 im königlichen Park zu fahren. "Wir reisen hier an und kommen in den 'Temple of Speed'. Es ist nicht mehr der 'Temple of Speed'."

"Wir haben in Barcelona, glaube ich, 350 oder 360 km/h erreicht, 355 in Budapest", fährt Alonso fort. "Und in Monza liegen wir bei rund 312. Es ist also nicht mehr der 'Temple of Speed'."

Mangelnde Power in Monza

Dazu sei gesagt, dass Aston Martin mit einem großen Defizit in Sachen Power zu kämpfen hat. Während Alonso in seiner schnellsten Runde einen Topspeed von 319 km/h erreichen konnte, gelang es Pierre Gasly auf seiner Pole-Runde 342 km/h knacken.

Zum Vergleich: Letztes Jahr hatten viele Fahrzeuge im Qualifying problemlos mehr als 340 km/h erreicht und sogar an den 350 km/h gekratzt. Dieses Jahr liegen die Topspeed-Werte der Teams im Qualifying meist zwischen 330 und 340 km/h.

Zudem hatten Piloten 2025 nicht mit dem in dieser Saison allgegenwärtigen Energiemanagement zu kämpfen. Folglich bestätigen Piloten wie Charles Leclerc oder Arvid Lindblad den Eindruck des 45-Jährigen.

"Es war nicht so schlimm, wie es [zuvor] in der Theorie ausgesehen hatte", erklärt Leclerc, "aber ich würde nicht sagen, dass es meine Lieblingserfahrung in Monza war."

Derweil antwortet Lindblad auf die Frage, ob das Batteriemanagement in Monza so fürchterlich war, wie er es im Vorfeld erwartet hatte mit den Worten: "Ja, es war ziemlich schlecht."

Dennoch schwingt bei Alonso, trotz seiner häufigen Kritik am aktuellen Reglement, eine Prise subtiler Kritik in Richtung Honda mit. Schließlich verhinderten Probleme mit der Power-Unit einen letzten Schuss in Q1.

Technische Probleme im Qualifying für Alonso

"Der Motor wollte nicht starten", erklärt Alonso. "Wir hatten da ein Problem an der Power-Unit. Ich weiß nicht, ob das am Verbrennungsmotor oder an der Batterie lag. Wir konnten im Qualifying unser volles Potenzial also nicht ausschöpfen."

Seinen ersten und einzigen Versuch hatte Alonso mit gebrauchten Reifen gestartet. Folglich geht er davon aus, dass ein zweiter Run ihm eine bessere Zeit ermöglicht hätte. Von Q2 möchte Alonso nach dem neunten Platz von Zandvoort aber nicht träumen.

"[Wir hätten] vermutlich vor den Cadillacs stehen können, aber nicht mehr", so seine Einschätzung. "Das war bislang echt ein schwieriges Wochenende."

Ähnliche Strapazen für den AMR26 erwartet Alonso aufgrund vieler langer Geraden auch beim Nachtrennen in Las Vegas. Das größte Defizit liegt dabei eindeutig in der Power.

Zwar hat Honda mit dem Upgrade für die eigene Power-Unit an der Fahrbarkeit gearbeitet, doch betont der Aston-Martin-Pilot: "In Monza ist mehr Power wichtiger als Fahrbarkeit."

Das Chassis hingegen lobt Alonso trotz P21 im Qualifying in höchsten Tönen und verweist auf die Rennwochenenden in Budapest und Zandvoort. In jedem Fall zeigt sich der Altmeister von den derzeitigen Schwächen des AMR26 und dessen Power-Unit unbeeindruckt.

"Wir sind am Ende des Feldes, also mache ich mir um dieses Jahr keine allzu großen Sorgen", so Alonso. "Falls wir nochmal die Möglichkeit haben, Punkte zu holen, dann [nehme ich die] gerne. Und wenn nicht? Auch okay."

"Es wird an unserer Einstellung nichts ändern; unserer Entschlossenheit, 2027 ein besseres Jahr zu erleben. Als Team sind wir nicht da, wo wir sein sollten. Alles ist ein Berg, den es zu erklimmen gilt. Wir wissen, dass es Bereiche gibt, in denen wir uns verbessern müssen."

"Das Chassis", so seine Perspektive, "haben wir für das nächste Jahr in eine bessere Richtung gelenkt. Jetzt müssen wir dasselbe mit dem Motor schaffen."

Wir wollen Deine Meinung!

Was würdest Du gerne auf Motorsport.com sehen?

An unserer 5-Minuten-Umfrage teilnehmen

- Das Motorsport.com-Team

Weiterlesen :

Diese Story teilen oder speichern

Link kopieren

Auf Facebook teilen

Auf Twitter teilen

Auf WhatsApp teilen

Auf Linkedin teilen

Auf Pinterest teilen

Auf Viber teilen

Vorheriger Artikel Hülkenberg nach Monza-Quali ratlos: "So sensibel habe ich es noch nie erlebt"

Nächster Artikel Lando Norris: "Es war unvermeidlich", dass McLaren 2026 zurückfällt

Mehr von

Alexis Hoffmann



Der kühle Kopf bei Red Bull: Günther Steiner lobt Teamchef Laurent Mekies

Formel 1

Formel 1 2 T.

Der kühle Kopf bei Red Bull: Günther Steiner lobt Teamchef Laurent Mekies



Nichts läuft bei Isack Hadjar: Red Bull entschuldigt sich

Formel 1

Formel 1

Singapur

6 T.

Nichts läuft bei Isack Hadjar: Red Bull entschuldigt sich



McLaren-Kollision in Singapur: "Nicht akzeptabel" für Teamchef Stella

Formel 1

Formel 1

Singapur

6 T.

McLaren-Kollision in Singapur: "Nicht akzeptabel" für Teamchef Stella

Mehr von

Fernando Alonso



Formel-1-Experte warnt: "Dann kann man die Formel 2 gleich zumachen"

Formel 1

Formel 1 14 h

Formel-1-Experte warnt: "Dann kann man die Formel 2 gleich zumachen"



Übersicht: Die Fahrer und Teams der Formel-1-Saison 2027

Formel 1

Formel 1 1 T.

Übersicht: Die Fahrer und Teams der Formel-1-Saison 2027



Fernando Alonso: Teams haben zu viel Macht in der Formel 1

Formel 1

Formel 1 3 T.

Fernando Alonso: Teams haben zu viel Macht in der Formel 1

Mehr von

Aston Martin



Die Qualifying-, Sprint- und Rennduelle der Formel-1-Saison 2026

Formel 1

Formel 1 5 T.

Die Qualifying-, Sprint- und Rennduelle der Formel-1-Saison 2026



Aston Martin und Cadillac: Singapur als letzte Punktechance der Saison 2026?

Formel 1

Formel 1

Singapur

8 T.

Aston Martin und Cadillac: Singapur als letzte Punktechance der Saison 2026?



Honda: ADUO2-Turbo soll Fahrbarkeit verbessern und hilft beim Management

Formel 1

Formel 1 9 T.

Honda: ADUO2-Turbo soll Fahrbarkeit verbessern und hilft beim Management

Aktuelle News



GTWC Portimao 2026: Verstappen-AMG bei Porsche-Pole chancenlos

GTWC Endurance

GTWC GTWC Endurance 9 h

GTWC Portimao 2026: Verstappen-AMG bei Porsche-Pole chancenlos



Ralf Schumacher: Warum Audi langfristig einen anderen Fahrer braucht

Formel 1

F1 Formel 1 11 h

Ralf Schumacher: Warum Audi langfristig einen anderen Fahrer braucht



Miller scherzt über SBK-Wechsel: "Mag Michelin so sehr, dass ich dabei bleibe"

MotoGP

MGP MotoGP 12 h

Miller scherzt über SBK-Wechsel: "Mag Michelin so sehr, dass ich dabei bleibe"



Lando Norris: So sieht sein Business-Imperium abseits der Formel 1 aus

Formel 1

F1 Formel 1 12 h

Lando Norris: So sieht sein Business-Imperium abseits der Formel 1 aus

Registrieren und Motorsport.com mit Adblocker genießen!

Von Formel 1 bis MotoGP berichten wir direkt aus dem Fahrerlager, denn wir lieben unseren Sport genau wie Du. Damit wir dir unseren Fachjournalismus weiterhin bieten können, verwendet unsere Website Cookies. Dadurch wird Dein Nutzererlebnis optimiert und die Werbung auf Deine Interessen zugeschnitten. Wir wollen dir aber natürlich trotzdem die Möglichkeit geben, eine werbefreie Website zu genießen.

Du hast 2 Optionen:

Jetzt registrieren Schon registriert? Dann hier einloggen!

Adblocker deaktiviert?
Dann versuche es mit Seite neu laden

Benachrichtigungs-Einstellungen

Registrieren