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Laut Mekies alle einig: 2027 braucht es wieder Vollgas-Qualifying

Energiemanagement hat im Qualifying die Oberhand gewonnen, doch eine schnelle Änderung vor nächstem Jahr gilt als unwahrscheinlich

Mekies: Formel 1 sollte 2027 zum Vollgas-Qualifying zurückkehren

Das Qualifying soll wieder mehr am Limit gefahren werden

Foto: LAT Images

Red-Bull-Teamchef Laurent Mekies erklärt, dass man sich im Fahrerlager der Formel 1 einig sei: Der Sport müsse so schnell wie möglich zum "Flat-out-Qualifying" zurückkehren, bei dem die Fahrer wieder über die gesamte Runde am absoluten Limit pushen können.

Hintergrund sind die neuen Antriebseinheiten der Formel 1. Da diese fast 50 Prozent ihrer Leistung aus elektrischer Energie beziehen, ist das Energiemanagement zum entscheidenden Faktor für die Performance geworden.

Im Qualifying führt das dazu, dass Fahrer vor Kurven herunterschalten oder früher vom Gas gehen. Sie verzichten darauf, schnelle Kurven voll zu durchfahren, um Energie zu sparen und diese an anderer Stelle taktisch klüger einzusetzen.

Während der neue Rennstil durchaus positive Reaktionen hervorrief, wird das Qualifying bislang negativ bewertet, da es die Fahrer nicht mehr in der gewohnten Weise fordert.

"Wenn es eine Sache gibt, bei der wir uns alle einig sind - Teams, FIA, F1 und die Fahrer -, dann ist es der Wunsch nach einem Qualifying am Limit", sagte Mekies nach dem Großen Preis von Japan. "Das ist das erste Thema, auf das wir uns als Sport konzentrieren."

Er führt weiter aus: "Sobald wir das Qualifying so verbessert haben, dass wieder voll durchgepusht wird, werden automatisch auch die Rennen etwas weniger von taktischen Spielchen geprägt sein."

"Über das richtige Maß an Taktik im Rennen gehen die Meinungen in der Boxengasse zwar auseinander, aber am wichtigsten ist, dass wir im Qualifying wieder zum Vollgas-Modus zurückkehren. Das ist unser gemeinsames Ziel."

Was den Zeitplan betrifft, sind Änderungen mitten in der Saison jedoch schwierig durchzusetzen - es sei denn, es geht um ein Sicherheitsthema, wie Max Verstappen bereits süffisant anmerkte.

"Ich persönlich denke, der Fokus sollte darauf liegen, das Ganze für 2027 richtig zu regeln", sagt Mekies. "Dafür ist noch genug Zeit, um die nötigen Schritte für ein echtes Flat-out-Qualifying im Jahr 2027 einzuleiten. Für 2026 gibt es sicher einige kleinere Stellschrauben, an denen wir drehen können."

Trotz allem sorgt die enorme Beschleunigung der neuen Autos dafür, dass die Rundenzeiten gar nicht weit von den früheren Werten entfernt sind. In Suzuka sicherte sich Kimi Antonelli die Poleposition in 1:28.778 Minuten. Das war zwar 1,8 Sekunden langsamer als Max Verstappen im Vorjahr, aber immer noch schneller als die Pole-Zeiten von 2022 und 2023 - und schneller als jeder Wert vor 2016.

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