Lawrence Stroll: Unterbodenregel ist der einzige Grund

Aston Martin fühlt sich weiterhin von den Unterbodenregeln benachteiligt, Teambesitzer Lawrence Stroll nennt Zahlen

Lawrence Stroll: Unterbodenregel ist der einzige Grund

Die ganz große Keule samt Klage gegen die FIA schwang Aston Martin am Ende zwar nicht, doch das britische Team macht weiter keinen Hehl daraus, dass aus seiner Sicht die Regeländerungen am Unterboden vor der laufenden Formel-1-Saison der entscheidende Faktor für die schwächere Performance sind.

Teambesitzer Lawrence Stroll offenbart einige Zahlen zur Untermauerung dieser These. "Es ist ein sehr kontroverses Jahr mit den Aerodynamikregeln durch den Schnitt im Unterboden. Ich denke, jeder ist schlau genug, um durch eigene Simulationen und Berechnungen herauszufinden, dass die zwei Low-Rake-Autos - wir und Mercedes - rund eine Sekunde pro Runde verloren haben", sagt Stroll.

Je nach Länge der Strecke sei der Wert entweder etwas geringer oder höher, doch der Zusammenhang sei eindeutig. "Es ist kein Zufall, dass Mercedes plötzlich um eine WM kämpfen muss, die sie in den vergangenen Jahren mühelos gewonnen haben. Und leider ist uns dasselbe mit den Änderungen in den Regularien passiert", meint Stroll.

Aston Martin schloss Klage nicht aus

Obwohl der Großteil des Reglements im Vergleich zum Vorjahr stabil geblieben war, entschied sich die FIA offiziell aus Sicherheitsgründen dafür, die Änderung an den Unterböden durchzudrücken. Durch ein ausgeschnittenes Dreieck am hinteren Ende sollte der Anpressdruck verringert werden, da Reifenhersteller Pirelli zu hohe Lasten für die Reifen befürchtete.

Besonders Aston Martin und Mercedes, die mit niedrigem Anstellwinkel an der Hinterachse fahren, fühlten sich benachteiligt. Aston Martin schloss sogar eine Klage gegen die FIA nicht aus, sollten Gespräche über eine Angleichung der Konzepte nicht zum Erfolg führen. Doch dazu kam es nicht. Aston Martin nahm die Entscheidung hin, auch wenn die Erfolge der Vorsaison unerreichbar sind.

Im damals noch pinken Racing Point gewann Sergio Perez das Rennen auf der Kurzanbindung in Bahrain, zudem holte das Team drei weitere Podestplätze. Am Saisonende stand Rang vier in der Konstrukteurs-WM. Ohne die 15 Punkte Strafe, die das Team in der "Copygate"-Affäre erhielt, wäre Racing Point sogar Dritter geworden.

"Ich möchte nicht weiter kommentieren, warum sie die Regeln geändert haben, aber das hat uns getroffen, uns und Mercedes. Daher denke ich, das ist der Grund für die schwächere Performance in diesem Jahr", so Stroll. Derzeit belegt Aston Martin nur Rang sieben in der Konstrukteurswertung, hat aber durch Sebastian Vettel immerhin einen Podestplatz zu Buche stehen.

Weitere Co-Autoren: Luke Smith. Mit Bildmaterial von LAT.

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