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Leclerc nach Monaco: Langsame Kurven mit Abstand Ferraris größte Schwäche

Mit langsamen Kurven kommt der Ferrari eigentlich nicht zurecht

Foto: circuitpics.de circuitpics.de

Charles Leclerc hat beim Großen Preis von Monaco ein weiteres starkes Ergebnis für Ferrari eingefahren. Nach seinem Heimsieg im Vorjahr musste sich der Monegasse dieses Mal zwar mit Platz zwei begnügen, zieht aber dennoch ein insgesamt positives Fazit - auch wenn seine Abneigung gegen zweite Plätze ungebrochen ist.

"Ich weiß nicht. Ich bin mit einem zweiten Platz eigentlich nie wirklich zufrieden", sagt Leclerc nach dem Rennen ehrlich. "Wenn man aber einen Schritt zurücktritt und unsere Saison betrachtet, dann ist das ein sehr positives Ergebnis für das gesamte Team."

Tatsächlich hatte Ferrari vor dem Wochenende keine allzu großen Hoffnungen auf ein Top-Ergebnis in Monaco. Zu limitiert zeigte sich der SF-25 bislang vor allem in langsamen Kurven - und genau davon gibt es in Monte Carlo bekanntlich viele. Doch gerade das schien diesmal kein Nachteil zu sein.

"Wir hatten sehr geringe Erwartungen, einfach weil unsere Performance in langsamen Kurven die ganze Saison über sehr schlecht war", erklärt Leclerc. "Allerdings ist diese Strecke sehr speziell, mit vielen Bodenwellen und Kerbs, und ich denke, unser Auto kommt damit ziemlich gut zurecht. Das hat uns geholfen, den Rückstand zu verkleinern."

Der Monegasse betont, wie wertvoll dieses Ergebnis für Ferrari sei - auch im Hinblick auf die Konstrukteurswertung: "Die 18 Punkte plus die zehn von Lewis sind in unserer Situation sehr wichtig. In dieser Hinsicht sollten wir stolz sein." Trotzdem ergänzt er: "Bin ich überglücklich über Platz zwei? Nicht wirklich. Aber es war trotzdem ein sehr positives Wochenende."

Trotz des starken Resultats macht sich Leclerc keine Illusionen über die Baustellen im Ferrari-Paket. Allen voran sei es die Performance in langsamen Kurven, die dem Team weiterhin Sorgen bereitet.

"Ganz klar: die langsamen Kurven", antwortet er auf die Frage, wo Ferrari den größten Aufholbedarf sieht. "Das ist mit Abstand unsere größte Schwäche. Deshalb war ich auch sehr pessimistisch, als ich hierher kam, und habe gesagt, dass selbst ein Platz in den Top 10 schon eine Herausforderung sein würde."

Er betont, dass Monaco mit seinem besonderen Charakter - Randsteine, Bodenwellen, enge Radien - Ferrari sogar geholfen habe: "Auf einer Strecke wie dieser funktioniert unser Auto tatsächlich ziemlich gut. Das hilft uns, aber leider nur auf so extremen Strecken wie hier."

In der Konstrukteurs-WM liegt Ferrari weiterhin nur auf dem vierten Rang, allerdings ist das Spitzenfeld - mit Ausnahme von McLaren - im Fürstentum ganz eng zusammengerückt. Zu Mercedes auf Rang zwei fehlen gerade einmal fünf Punkte. Dazwischen liegt auch noch Red Bull, die einen Zähler mehr als Ferrari auf dem Konto haben.

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