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Leclerc nach Qualifying: "Schwierigstes Wochenende meiner Karriere"

Charles Leclerc erlebt in Montreal ein Debakel-Wochenende und fürchtet, dass Regen seine massiven Ferrari-Probleme weiter verschärfen wird

Leclerc nach Qualifying: "Schwierigstes Wochenende meiner Karriere"

Charles Leclerc kommt in Kanada auf keinen grünen Zweig

Foto: Getty Getty

Für Charles Leclerc entwickelt sich der Grand Prix von Kanada zunehmend zum Albtraum. Der Ferrari-Pilot spricht nach dem Qualifying offen vom "schwierigsten Wochenende" seiner gesamten Formel-1-Karriere und macht dabei keinen Hehl aus seiner Frustration.

Bereits seit Freitag kämpft der Monegasse mit verschiedensten Problemen am SF-26. Nach Bremsproblemen zu Beginn des Wochenendes kamen am Samstag massive Schwierigkeiten hinzu, die Reifen überhaupt ins richtige Arbeitsfenster zu bringen.

Das Resultat: Leclerc verlor erneut gegen Teamkollege Lewis Hamilton, der ihn in Montreal bislang in beiden Qualifying-Sessions schlagen konnte. Während Hamilton nach seinem starken Auftritt sogar betont, wie hilfreich seine simulatorfreie Vorbereitung gewesen sei, wirkte Leclerc am Samstagabend komplett ratlos.

"Es war ein Desaster", so der Ferrari-Pilot unverblümt. "Ich glaube, es war das schwierigste Wochenende meiner Karriere. Das ist nicht übertrieben - es war einfach furchtbar."

Reifenprobleme machen Leclerc wahnsinnig

Besonders die Reifen bereiteten Leclerc enorme Schwierigkeiten. Über weite Strecken des Qualifyings bekam der Ferrari-Pilot die Pneus nicht in das optimale Temperaturfenster - ein Problem, das sich erst auf seiner letzten Runde in Q3 leicht verbesserte.

"Von den Bremsproblemen gestern bis zu den Schwierigkeiten heute, die Reifen ins richtige Fenster zu bringen - das ganze Wochenende war eine Katastrophe", sagt Leclerc.

Erst im finalen Versuch hätten die Reifen überhaupt annähernd funktioniert. "Nur auf der letzten Runde in Q3 kamen die Reifen etwas näher an das Arbeitsfenster heran und funktionierten ein wenig besser", erklärt der Ferrari-Star.

Auffällig ist dabei vor allem, dass Leclerc in Montreal seit Jahren Probleme über eine schnelle Runde hat. Auf die Frage, ob der Ferrari grundsätzlich nicht zur Strecke passe, widerspricht der Monegasse sogar teilweise. "Es fühlt sich eher so an, als würden Charles Leclerc und Kanada einfach nicht zusammenpassen", meint er mit einem resignierten Lächeln.

Denn in Sachen Teampace scheint Ferrari durchaus konkurrenzfähig zu sein. Hamilton präsentierte sich über das gesamte Wochenende stabiler, während Leclerc erneut mit den Eigenheiten des Circuit Gilles Villeneuve kämpfte.

Qualifying bleibt Leclercs Schwachpunkt in Montreal

Besonders kurios: Während Leclerc im Qualifying regelmäßig Probleme in Kanada hat, fühlt er sich im Renntrimm deutlich wohler. Dieses Muster zieht sich laut eigener Aussage bereits durch mehrere Jahre. "Ferrari-seitig hat es für einige meiner Teamkollegen hier funktioniert", erklärt er. "Aber für mich persönlich eigentlich nie - zumindest nicht im Qualifying."

Gerade das mache die Situation für ihn so ungewöhnlich. "Normalerweise gilt: Wenn es im Qualifying nicht funktioniert, funktioniert es auch im Rennen nicht", sagt Leclerc. "Hier ist es aber genau umgekehrt."

Sein Fahrstil passe deutlich besser zu langen Rennstints als zu einer einzelnen schnellen Runde. "Ich habe das Gefühl, dass mein Fahrstil im Rennen hier sehr gut funktioniert. Aber im Qualifying habe ich immer zu kämpfen."

Bereits im Sprint habe Ferrari eigentlich eine starke Pace gezeigt, doch Überholen sei kaum möglich gewesen. "Heute Morgen war die Pace wirklich gut, aber wir konnten nicht überholen", erklärt Leclerc. "Und gestern sowie heute war das Qualifying einfach ein Desaster."

Regen könnte die Lage weiter verschärfen

Besonders besorgniserregend für Ferrari: Für den Rennsonntag werden kalte und nasse Bedingungen prognostiziert. Temperaturen von nur rund zwölf Grad Celsius sowie Regen könnten die ohnehin schwierige Reifensituation zusätzlich verschärfen.

Und genau davor hat Leclerc große Sorgen. "Das werden komplett andere Bedingungen", sagt der Ferrari-Pilot. "Leider glaube ich wegen der Probleme, die ich bislang hatte - und das waren hauptsächlich Temperaturprobleme -, dass es im Regen sogar noch schlimmer werden könnte."

Gerade auf dem extrem glatten Asphalt in Montreal könnte es schwierig werden, genügend Temperatur in die Reifen zu bekommen. Für Leclerc wäre das die denkbar schlechteste Ausgangslage.

Nach einem ohnehin schon frustrierenden Wochenende droht dem Ferrari-Piloten damit ausgerechnet im Rennen die nächste große Herausforderung - auf einer Strecke, mit der er offenbar weiterhin einfach nicht warm wird.

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