Leclerc: Neuer Ferrari-Motor fühlt sich besser an, "und die Daten bestätigen es"

Charles Leclerc hat im Training am Freitag einen guten ersten Eindruck vom neuen Ferrari-Motor bekommen - Wechselzeitpunkt bei Carlos Sainz noch offen

Leclerc: Neuer Ferrari-Motor fühlt sich besser an, "und die Daten bestätigen es"

Die Ergebnisse am Freitag mögen es vielleicht nicht hergeben, doch die neue Power-Unit von Ferrari scheint ein guter Schritt zu sein: "Ich kann spüren, dass sie etwas besser ist. Das ist großartig, und die Daten bestätigen das", sagt Charles Leclerc, der an diesem Wochenende in Sotschi mit dem neuen Motor fahren wird. "Es ist toll, dass man es fühlen und sehen kann."

Dass der Monegasse das Freie Training trotzdem nur als Zehnter beendete, lag daran, dass er am Sonntag in der Startaufstellung nach ganz hinten versetzt werden wird und sich daher die Arbeit für das Qualifying sparen kann. Leclerc konzentrierte sich am Freitag ganz auf die Rennvorbereitung und die Eindrücke mit dem neuen Motor.

"Wir haben so viele Informationen wie möglich gesammelt und sind zufrieden mit unserem Freitag", sagt der Ferrari-Pilot. "Es ist schön zu sehen, dass alles wie erwartet funktioniert."

Zusammen mit Verstappen nach vorn?

"Wir hatten eine saubere Session", freut sich auch Ferrari-Sportdirektor Laurent Mekies. "Viel können wir über die Veränderungen nicht sagen, die er spüren konnte, weil wir wissen, dass es heutzutage keine Wunderwaffe gibt. Es geht um kleine Schritte in allen Bereichen."

 

Leclerc steht in Russland dafür ein schwieriges Rennen bevor. Denn von ganz hinten muss er sich erst einmal vorarbeiten. "Hier kann man nur schwer überholen. Ich habe es im zweiten Training versucht und es war sehr hart", sagt er. "Aber man weiß nie. Ich werde mein Bestes geben, erwarte aber ein schwieriges Rennen am Sonntag."

Zumindest hat er mit Max Verstappen einen Leidensgenossen an seiner Seite, der ebenfalls ganz hinten starten wird. Leclerc hofft, dass beide zusammen wieder nach vorne kommen können, weiß aber auch, dass es für den Red Bull etwas leichter werden dürfte. "Er ist etwas schneller als wir. Aber ich werde versuchen, ihn zu benutzen, um einfach hinter ihm die anderen Autos mit zu überholen."

Sainz-Wechsel noch offen

Doch Sotschi steht für Ferrari ohnehin nicht so groß im Fokus. Bei dem Motorwechsel geht es primär schon um die Arbeit für das kommende Jahr. Man wollte das neue Hybridsystem aber bereits so früh wie möglich bringen, um die Fortschritte und die Entwicklungsrichtung mit Feedback von der Rennstrecke zu bestätigen.

"Simulationen und Prüfstandtests sind eine Sache, aber es ist viel besser, wenn wir Bestätigung auf der Strecke haben. Darum machen wir es", sagt Mekies. "Natürlich bedeutet es, dass wir eine sportliche Strafe bekommen, aber das passt zu unserem Fokus auf nächstem Jahr, dem wir Priorität einräumen."

Mit Leclerc fährt aktuell aber nur ein Ferrari-Pilot mit dem neuen Motor. Carlos Sainz muss noch warten. Wann er den neuen Motor bekommen wird, steht aber noch nicht fest, denn auch ihm würde eine Strafe drohen.

"Die sportliche Strafe ist groß, und wir kämpfen um jeden Punkt in der Konstrukteurs-WM. Daher schauen wir, wann es sinnvoll ist", sagt Mekies. "Natürlich sollte man es nicht zu spät machen, denn je länger du wartest, desto weniger profitierst du von dem Wechsel. In den kommenden Rennen werden wir wohl die Entscheidung treffen."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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