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Leclercs Qualifying-Stärke: Habe Ferrari gebeten, mir zu helfen

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Leclercs Qualifying-Stärke: Habe Ferrari gebeten, mir zu helfen
Autor:
Co-Autor: Roberto Chinchero
28.09.2019, 07:28

Ferrari-Pilot Charles Leclerc zählt die Gründe für seine Wandlung im Zeittraining auf - Lag er Anfang 2019 noch hinter Vettel, steht er aktuell bei fünf Pole-Positionen

Ferrari-Aufsteiger Charles Leclerc ist im Qualifying derzeit das Maß aller Dinge. Drei Pole-Positionen in Serie schaffte der 21-Jährige, das entspricht einer hundert Prozent-Quote in der zweiten Saisonhälfte. Vier weitere erste Startplätze fehlen ihm noch auf den Rekord von Lewis Hamilton (sieben in Serie). Mit insgesamt fünf Pole-Positionen in seiner ersten Ferrari-Saison ist er der aktuelle Spitzenreiter im Feld. Wie kam es dazu?

"Ich weiß nicht", schmunzelt der Monegasse verlegen. "Ich fühle mich gut im Auto, seit acht Rennen ... so genau weiß ich gar nicht mehr, in welchem Rennen ich meine Herangehensweise geändert habe", gibt er zu. "Aber seit ich mich angepasst habe, lief es definitiv deutlich besser."

Nach seiner Premieren-Pole in Bahrain musste Leclerc im Qualifying zum Grand Prix von Aserbaidschan einen ersten großen Dämpfer einstecken. Er verunfallte in der engen Passage in der Altstadt, ein Fahrfehler. Nachdem er in den Trainings der Schnellste war, hat er im entscheidenden Moment zu viel gewollt. "Ich war unbrauchbar", ging er danach hart mit sich ins Gericht.

Nach einem taktischen Patzer von Ferrari im Zeittraining bei seinem Heimrennen in Monaco - bislang schlechtester Startplatz 2019 mit P15 - ging es ab Kanada wieder bergauf. In Österreich folgte seine zweite Pole-Position. Vom "Hauptproblem" wurde das Qualifying zu seiner Paradedisziplin. Denn in den ersten acht Rennen lag er nur zweimal vor Teamkollegen Sebastian Vettel.

Der Wendepunkt kam in Frankreich. In den vergangenen acht Zeittrainings hatte Leclerc im Ferrari-Duell die Nase immer vorn. 6:9 steht es im internen Quali-Duell. Konkret berichtet er von zwei Faktoren, die er angepasst hat: Er pusht nicht gleich in Q1 am Limit und antizipiert die Streckenevolution nun besser.

"Seit ein paar Rennen habe ich meine Herangehensweise noch einmal ein wenig angepasst. Jetzt habe ich ein Set-up, das im Rennen besser funktioniert, das scheint zu passen", freut er sich. Die drei Pole-Positionen und zwei Siege in Belgien, Italien und Singapur geben der Nachwuchshoffnung recht.

Charles Leclerc

Leclerc stellt im Quali-Duell gegen Vettel auf 9:6

Foto: LAT

Ohne die Hilfe seines Teams hätte er diese Wandlung aber nicht geschafft: "Ich habe das Jahr damit begonnen, mich an das Auto anzupassen. Nach ein paar Rennen habe ich verstanden, dass das vielleicht nicht der richtige Weg ist. Daher habe ich das Team gefragt, ob man das Auto ein bisschen an meinen Fahrstil anpassen könnte."

Durch diese Umstellung habe er einen "ziemlich großen Schritt" gemacht. Warum hat es im Vorjahr noch geklappt, sich an den Sauber anzupassen, in diesem Jahr an den Ferrari aber nicht? "Es hat ja funktioniert. Ich konnte in den ersten Rennen Fortschritte machen, aber das war nicht genug."

Deshalb hat er das Team um Hilfe gebeten. "Ich musste noch mehr extra Performance finden. Als sie das Auto schließlich ein bisschen mehr meinem Fahrstil angepasst haben, konnte ich jenen Schritt machen, den ich wollte."

Auch die richtige Geisteshaltung für die Zeitenjagd musste er erst erlernen. "Ich habe die mentale Einstellung geändert, jetzt denke ich Schritt für Schritt von Q1 bis Q3. Und ich will erst im letzten Abschnitt meine beste Rundenzeit setzen."

Diese Denkweise habe Leclerc geholfen. "In den vergangenen paar Rennen hatte ich ein Set-up das sehr aggressiv eingestellt war, gut für das Qualifying - aber nicht gut genug für das Rennen, daher habe ich versucht, auch das anzupassen." Das macht sich besonders im Longrun bezahlt.

"Ich versuche immer, nach einem Rennen alles zu analysieren, was schiefgelaufen ist und wo ich mich verbessern muss. Das habe ich gemacht. Das scheint sich auszuzahlen." Mit fünf Pole-Positionen 2019 hat er sowohl mehr als Sebastian Vettel (eine), wie auch Lewis Hamilton (vier), Valtteri Bottas (vier) und Max Verstappen (eine).

Mit Bildmaterial von LAT.

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