Lewis Hamilton: Diese Formel-1-Saison ist ein "Charaktertest für mich"

In Malaysia musste Lewis Hamilton wieder einmal einen Tiefschlag hinnehmen. In Führung liegend machte ein Motorschaden alle Siegesträume zunichte und warf ihn auch im WM-Kampf zurück.

Trotz der nun 23 Punkte Rückstand auf seinen Teamkollegen Nico Rosberg gibt der dreimalige Weltmeister die Hoffnung nicht auf, seinen Titel am Ende der Saison doch noch verteidigen zu können. "Ich habe wirklich das Gefühl, dass der Kampf in diesem Jahr ein ständiger Test meiner Willenskraft ist", sagte er. "Es ist ein Test meines Charakters, wer ich als Mensch bin, um wieder einzusteigen und weiterzukämpfen."

"Es kommt nicht darauf, wie du hinfällst: Es kommt darauf an, wie du wieder aufstehst. Und das gilt nicht nur für mich, sondern auch für meine Jungs", sagte der Brite weiter. "Ich sah Tränen in den Augen meiner Mechaniker, also weiß ich, dass es uns alle schmerzt. Jetzt kommt es darauf an, wie wir uns wieder aufstellen und wir müssen uns daran erinnern, was wir schon alles erreicht haben. Kurzfristig sieht es zwar nicht gut aus, aber es gibt noch immer viel Positives und es kommen auch noch 5 Rennen."

Jetzt hoffe er nur, dass die noch verbliebenen beiden Motoren diese 5 Rennen durchhalten, meinte der 31-Jährige. "Und wenn ich die gleiche Leistung bringe, die ich an diesem Wochenende gebracht habe, dann ist noch alles möglich."

Momentan würde er sich ähnlich fühlen wie nach dem Grand Prix von Spanien, als er nach dem Crash mit Teamkollege Rosberg im WM-Kampf satte 43 Punkte Rückstand hatte. "Wir hatten im 1. Teil der Saison Probleme und da hat man immer das Gefühl, dass einem alles durch die Finger gleitet und man nichts dagegen tun kann", erklärte er. "Dann kamen einige gute Resultate und einige schwierigere Ergebnisse, daher ist das Gefühl jetzt ähnlich."

"Ich habe keine Ahnung, was in den nächsten 5 Rennen passiert. Alles, was ich an diesem Wochenende tun kann: konzentriert anreisen, so fokussiert sein, wie ich nur kann, eine Leistung bringen, wie ich sie an diesem Wochenende gebracht habe und beten, dass Gott am gleichen Strang zieht. Ich habe immer noch Vertrauen in Gott und das ist etwas sehr kraftvolles."

Gleichzeitig hatte Hamilton aber auch gesagt, dass "eine höhere Macht" vielleicht nicht wolle, dass er in diesem Jahr Weltmeister wird. "Wenn diese höhere Macht das nicht will, nach allem, was ich dafür gegeben habe, dann muss ich das akzeptieren. Solange ich weiß, dass ich alles gegeben und alles getan habe, was mir möglich war, ist das alles, was man verlangen kann."

Mit Informationen von Jonathan Noble

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