Lewis Hamilton hadert nach Unfall: "Auto fühlte sich vorher großartig an"
Lews Hamilton landetet im Belgien-Qualifying nur auf dem sechsten Platz: Was der Unfall im dritten Training damit zu tun hat und warum es für Sonntag Hoffnung gibt
Lewis Hamilton landete im Belgien-Qualifying auf dem sechsten Platz
Foto: LAT Images
Ferrari-Pilot Lewis Hamilton landete im Qualifying zum Großen Preis von Belgien (hier im Liveticker!) lediglich auf der sechsten Position. Der Brite war im dritten Freien Training am Mittag verunfallt und kämpfte offenbar mit den Folgen des Zwischenfalls, der eine bessere Startposition für das Rennen am Sonntag verhinderte.
"Ich glaube, irgendetwas stimmte mit der Hinterradaufhängung nicht, daher war die Balance nicht dieselbe wie im dritten Training, wo sich das Auto wirklich super anfühlte", lautet die erste Analyse von Hamilton, der sich bei seiner Ferrari-Mannschaft allerdings für die schnelle Reparatur seines stark beschädigten SF-26 bedankte.
"Wir haben einen ziemlich guten Job gemacht. Die Jungs haben das Auto super repariert, und so etwas passiert eben. Man macht weiter und hat das Beste daraus gemacht. Ich habe im Qualifying mein Bestes gegeben, und ich denke, meine Rundenzeiten waren ziemlich ordentlich."
Hamilton war am Ende sogar nur 0,002 Sekunden langsamer als Teamkollege Charles Leclerc. "Aber ich glaube definitiv, dass wir mit dem Auto, das wir im dritten Training hatten, vielleicht Dritter oder so hätten werden können", ergänzt der Rekordweltmeister bei Sky UK.
"Also haben mir ein paar Zehntel gefehlt, als ich in die Qualifikation gegangen bin", meint Hamilton, dass ihn der Unfall im dritten Training wohl eine bessere Startposition, nicht aber die Poleposition gekostet hat. "Wir hätten nicht um die Pole gekämpft, weil ich denke, dass [Mercedes] einfach zu schnell ist."
Ferrari-Teamchef: keine Zeit für vollständiges Set-up
Ferrari-Teamchef Frederic Vasseur unterstreicht die Aussagen des Briten. "Er hatte von Beginn des Wochenendes an eine sehr starke Pace, aber natürlich: bei einem solchen Unfall haben wir das Auto erst 30 Sekunden vor Beginn der Session fertiggestellt."
"Und wir hatten auch nicht die Zeit, ein vollständiges Set-up zu machen", erklärt der Franzose, dass sich Hamiltons Auto tatsächlich nicht im optimalen Zustand befunden habe. "Ich weiß nicht, ob wir Potenzial verschenkt haben, aber es ist nicht die ideale Vorbereitung auf das Qualifying."
Als Grund für den selbstverschuldeten Unfall meint Vasseur, dass sein Pilot "wirklich am Limit" gewesen sei. "Und die Strecke ist jetzt etwas anders, Kurve für Kurve, mit dem Deployment und so weiter. Und die Piloten verunfallen auch an Stellen, an denen sie in der Vergangenheit nicht verunfallt sind."
Im Training am Freitag war Alpine-Pilot Pierre Gasly bereits an gleicher Stelle eingeschlagen. Was sich Hamilton, der aufgrund der Strafversetzung gegen McLaren-Pilot Lando Norris immerhin auf den fünften Startplatz nach vorne rutscht, für das Rennen jetzt erhofft?
"Im dritten Training hat sich das Auto wirklich gut angefühlt", glaubt der Ferrari-Pilot, dass er am Sonntag noch einige Positionen gutmachen kann. "Ich bin einen längeren Stint gefahren, und das Auto fühlte sich großartig an. Das Set-up des Autos ist etwas anders, nur minimal, daher hoffe ich, dass es morgen gut läuft."
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