Lewis Hamilton bleibt sich treu: Le Mans und IndyCar jucken ihn nicht

Aktiver Fahrer in einer anderen Rennserie werden? Das käme für Mercedes-Ass Lewis Hamilton selbst nach einem möglichen Formel-1-Rücktritt nicht in Frage.

Jüngst hatte Lewis Hamilton zugegeben, im vergangenen Jahr über einen möglichen Rücktritt nachgedacht zu haben. Doch davon ist der Brite in dieser Saison weit entfernt. Alles deutet nicht nur auf seinen vierten WM-Titel hin, sondern auch auf eine Vertragsverlängerung mit Mercedes über das Jahr 2018 hinaus. Denn dann endet der Vertrag mit dem Briten, der seit 2013 für Mercedes fährt und mit dem Team zwei Titel gewann.

Sorgen darum, ihn an eine andere Rennserie zu verlieren oder ausleihen zu müssen, braucht sich die Mannschaft um Toto Wolff in jedem Fall nicht zu machen. Selbst wenn er der Formel 1 einmal den Rücken kehren sollte, schließt Hamilton ein anderes Cockpit aus. "Ich denke nicht, dass ich im Motorsport bleiben werde", entgegnet der Mercedes-Pilot auf die Frage, was nach einem Rückzug aus der Königsklasse noch kommen könnte.

Zugleich räumt der 32-Jährige aber auch ein: "Mein ganzes Leben lang war ich im Rennsport aktiv. Es ist also schwer, mir ein Leben ohne ihn vorzustellen. Ich werde natürlich viel mehr Zeit haben, um mir Rennen anzuschauen. Und ich werde vielleicht mehr MotoGP-Rennen besuchen, genauso wie andere Sportevents, die ich bewundere, wie die NBA. Aber was das Rennfahren angeht, denke ich nicht daran, etwas anderes zu machen."

Auch nicht zum Spaß, betont Hamilton weiter. Denn er sei nun einmal ein Wettkampftyp. "Ich will immer gewinnen. Aber es gibt keine andere Serie, in der ich beabsichtige zu fahren. Das ist schade. Ich wünschte, ich hätte mehr Leidenschaft für IndyCar, Le Mans oder Ähnliches. Aber das ist nicht der Fall", verrät der Brite. Ihn reize kein anderer Rennsport so sehr wie die Formel 1. Anders als bei Fahrerkollegen käme ein Wechsel daher nicht in Frage.

So testete Hamilton zwar jüngst ein Superbike von MV Agusta - allerdings nur zu PR-Zwecken für seine selbst designte Sonderedition. Die Liebe zum Zweirad wird er also auch künftig privat ausleben - und nicht nur die. "Ich werde immer schnelle Autos haben und ich werde immer versuchen, irgendwann auf die Strecke zu gehen", versichert Hamilton. Seine Formel-1-Rente wird damit sicher nicht langweilig, wann auch immer sie beginnen mag.

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