Lewis Hamilton: Mercedes hat nicht geblufft, ganz ehrlich

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Lewis Hamilton: Mercedes hat nicht geblufft, ganz ehrlich
Autor:
Co-Autor: Adam Cooper
03.04.2019, 13:12

Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton bleibt dabei: Sein Mercedes-Team habe wirklich geglaubt, beim Auftaktrennen in Australien nicht die Nummer eins zu sein

Nur zwei Rennen nach Beginn der Formel-1-Saison 2019 spricht die WM-Gesamtwertung bereits eine deutliche Sprache. Und die besagt: Mercedes ist auf dem Papier die klare Nummer eins, nach zwei Doppelsiegen in zwei Rennen. Doch Weltmeister Lewis Hamilton betont weiterhin: Damit habe sein Team vor dem Saisonauftakt überhaupt nicht gerechnet. Man sei schlichtweg "überrascht" worden. Davon, dass Mercedes bewusst tiefgestapelt haben könnte, will Hamilton nichts wissen.

"Es heißt, wir hätten geblufft oder nicht die Wahrheit gesagt. Wir haben aber gesagt, wie es war. Denn wir sind wirklich davon ausgegangen, [in Melbourne] drei bis fünf Zehntelsekunden zurückzuliegen", sagt Hamilton. So sei die interne Analyse der Wintertests ausgefallen. "Dann aber kamen wir zum ersten Rennen und bei [Ferrari] lief es plötzlich überhaupt nicht. Das hat uns massiv überrascht. Und umso größer war unsere Freude über das großartige Ergebnis."

Das "großartige Ergebnis" war ein deutliches: Hamilton nahm Ferrari-Pilot Sebastian Vettel schon im Qualifying sieben Zehntelsekunden ab. Im Rennen war Ferrari ebenfalls chancenlos, Vettel fehlten im Ziel nach 58 Runden satte 34,5 Sekunden auf Sieger Valtteri Bottas.

Doch nicht nur in Australien erzielte Mercedes einen aus Teamsicht unerwarteten Doppelsieg, auch in Bahrain belegten Hamilton und Bottas im Rennen die Spitzenplätze, wenngleich aus anderen Gründen - weil am Ferrari SF90 von Charles Leclerc die Haltbarkeit fehlte. "Wir sind uns natürlich im Klaren darüber, wie glücklich dieser Erfolg zustande gekommen ist", meint Hamilton. "Wir hatten in Bahrain nicht die erforderliche Leistung. Aber manchmal hast du Rennwochenenden, an denen es einfach für dich läuft. Das war eines dieser Wochenenden."

Denn eigentlich schien Ferrari in Bahrain auf Sieg gepolt zu sein: Im Qualifying war das Traditionsteam aus Italien um gut drei Zehntelsekunden vorne, gab zunächst auch im Rennen klar den Ton an. Doch dann drehte sich erst Vettel im Positionskampf und fiel zurück, anschließend verlor Leclerc an Motorleistung und büßte ebenfalls Plätze ein, zugunsten der direkten Konkurrenz.

Mercedes nehme die Punkte für Platz eins und Platz zwei in Bahrain nichtsdestotrotz "gerne" mit, wie Hamilton weiter ausführt. "Man weiß nie: Irgendwann ist es vielleicht mal genau andersherum und wir haben ein unglückliches Wochenende. Wir dürfen aber in keinem Fall vor Freude im Dreieck springen", erklärt der fünfmalige Weltmeister. Ferrari habe schließlich bewiesen, dass mit ihnen zu rechnen sei. "Charles hätte gewinnen müssen", sagt Hamilton. "Leider hat ihm die Zuverlässigkeit einen Strich durch die Rechnung gemacht."

Mit Bildmaterial von LAT.

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