Lewis Hamilton: Mercedes nur noch zweit- oder drittschnellstes Team

Laut Lewis Hamilton ist Mercedes in der Formel 1 nicht mehr das schnellste Team – Trotzdem ist der Brite optimistisch, noch um den Titel kämpfen zu können

Ist die Ära von Mercedes in der Formel 1 vorbei? Seit der Einführung der Hybridmotoren im Jahr 2014 dominierte der Rennstall die Königsklasse. In der Saison 2018 hat Mercedes bisher noch kein einziges Rennen gewonnen. Weltmeister Lewis Hamilton glaubt, dass sein Team aktuell nicht der schnellste Rennstall in der Formel 1 ist. Trotzdem hat der Brite den Kampf um den Titel noch nicht aufgegeben.

"Mein Ziel bleibt unverändert", gibt sich Hamilton kämpferisch. "Das Wochenende hat aber bewiesen, dass wir nicht mehr die Schnellsten sind. Wir haben in Melbourne und auch an diesem Wochenende den Anschluss an Ferrari verloren. Momentan sind mir nur noch das zweit- oder drittschnellste Team." Kann Mercedes im Laufe der Saison zurückschlagen und wieder die Führung übernehmen? Hamilton glaubt an seine Mannschaft und hofft, bald wieder die Nummer eins in der Königsklasse zu sein. Das Team habe in den vergangenen Jahren immer wieder bewiesen, zurückschlagen zu können. Die Moral im Team sei gewaltig groß, weshalb Hamilton noch nicht aufgeben hat.

Mercedes tut alles, um sein Personal zu motivieren. Aber nicht nur die Führungsetage setzt sich mit der Mercedes-Mannschaft auseinander. "Auch ich gebe alles", meint Hamilton. "Wir versuchen, die Mannschaft zu anzutreiben. Sie wissen, mit welchen Bereichen des Autos sie sich auseinandersetzen müssen, da sie die Probleme kennen." Die Entwicklung würde auf Hochtouren laufen, um die Schwachstellen auszumerzen. "Wir müssen auf die Mannschaft einen konstruktiven Druck ausüben", sagt der Brite. "Sie hat bereits großen Druck, da auch sie gewinnen will, wie jeder hier. Wir müssen den Kampf annehmen und als Team zusammenarbeiten."

Bildergalerie: Lewis Hamilton in Schanghai 

An ein Ende der Mercedes-Ära glaubt auch Mercedes-Teamchef Toto Wolff nicht. Er hält an die Comeback-Qualitäten seiner Mannschaft fest, die sie in der Vergangenheit gezeigt hat. Die schwierige Zeit würde sogar dazu beitragen, dass das Team das neue Auto besser kennenlernt. Bisher habe Mercedes aus solchen Situationen immer das Beste gemacht, so Wolff. In der vergangenen Saison hatte Mercedes ebenfalls keinen einfachen Start: Im Jahr 2017 führte Sebastian Vettel nach sechs Rennen mit 25 Punkten vor Hamilton die Meisterschaft an. Letztendlich war es aber der Brite, der sich den Titel vor dem Ferrari-Piloten sicherte.

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