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Lewis Hamilton: Muss an den Starts weiter arbeiten

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Lewis Hamilton: Muss an den Starts weiter arbeiten
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Lewis Hamilton schafft in China zum ersten Mal in diesem Jahr einen guten Start und entscheidet damit den Grand Prix vorzeitig - Dennoch liegt noch Arbeit vor ihm

"Der Start war wirklich gut, das war der entscheidende Moment im Rennen", analysiert Lewis Hamilton nach dem Grand Prix von China. Der Brite kam am Sonntag von Startplatz zwei besser weg als sein Teamkollege Valtteri Bottas und bog deshalb als Erster in die erste Kurve ein. Das sei der Grundstein für seinen zweiten Saisontriumph gewesen und habe gezeigt, dass er seine Starts verbessern konnte, so der Brite.

Nach den ersten beiden Saisonrennen musste Hamilton feststellen, dass die Starts erneut ein Bereich sind, "in dem ich Probleme habe". Das ziehe sich aber bereits länger hin und sei kein neues Phänomen. "Schon in den Vorjahren hatte ich am Start Schwierigkeiten - 2016 war eines der schlimmsten Jahre", erinnert er sich.

Auch in Australien und Bahrain lief das Wegfahren von seiner Startposition nicht nach Wunsch. In Melbourne konnte er sich von der Pole-Position aus nicht gegen seinen Teamkollegen Bottas verteidigen und musste sich auf dem zweiten Rang einsortieren.

Rosberg: "Das ist einfach typisch Lewis"

Im Nachtrennen von Bahrain hatte ebenfalls Bottas den besseren Start, der Finne zog am Briten bereits nach wenigen Metern vorbei. Dieser musste sich daraufhin auf dem vierten Rang einsortieren. "Am Start hatte ich gehofft, wenigstens ein Auto zu überholen", meinte Hamilton nach dem zweiten Grand Prix.

"In meinem opportunistischen Denken habe ich gehofft, ich könnte beide [Ferraris] am Start kriegen. Aber mein Start war schon wieder grauenhaft, was ein wenig enttäuschend ist, da ich viel Arbeit reingesteckt habe, um mich zu verbessern", kommentierte der WM-Führende noch in Sachir.

Zwei Wochen später in China hat sein Start nun besser geklappt. Hamilton konnte an Bottas, der diesmal auf der Pole-Position stand, vorbeigehen. Der Finne behauptete später, dass die weiße Start-Ziellinie ihn am Start behindert habe. "Alles ist am Start passiert", meint auch Hamiltons Ex-Teamkollege Nico Rosberg in seinem Vlog auf YouTube nach dem Rennen.

"Das ist einfach typisch Lewis. Er war das gesamte Wochenende im Nirgendwo und dann, wenn es darauf ankommt, [ist er da]." Im Rennen habe es der fünffache Weltmeister wieder einmal "total auf den Punkt gebracht", analysiert der Deutsche.

"Er war total fokussiert, hat den Start gut hinbekommen und ist dann davongezogen. Aber nicht nur das: Er hat im Rennen plötzlich auch sehr viel Pace gefunden, die er vorher nie hatte. Er war so verdammt schnell im Rennen. Er hat es einfach total verdient, toller Job."

Zu diesem "tollen Job" zählt vor allem auch der Start in Schanghai. "Die ersten Rennen in diesem Jahr waren eher schwierig für mich. Es ist daher schön, dass ich mich rehabilitieren und verbessern konnte. Natürlich kann es in den kommenden 18 Rennen noch Höhen und Tiefen geben - ich muss einfach weiter daran arbeiten", weiß der Brite.

Schon 2007 und 2008 mit Starts gehadert

Er habe bislang allerdings auch nicht mehr Arbeit in seine Starts gesteckt, als schon in den Vorjahren, betont er. In der Vergangenheit habe er bereits deutliche Schwankungen erlebt: "2007 und 2008 war eine schlechte Phase, besonders weil die Ferraris damals extrem stark waren."

Wohingegen er seine Starts aus dem Vorjahr lobt: "Das vergangene Jahr war wirklich sehr stark von mir. Ich glaube, ich hatte die zweitschnellsten Starts generell." In der aktuellen Saison möchte er nun diese gute Phase auskosten. Mit drei Doppelsiegen in Serie habe das Team nicht gerechnet: "Das war wirklich herrlich."

Er sei stolz auf die Arbeit seines Teams und Teil dieser Ergebnisse sein zu können. Auch Bottas habe in dieser Saison "einen Schritt" gemacht, ist dem 34-Jährigen nicht entgangen. Zwar gibt er zu, dass er am China-Wochenende ein paar Schwierigkeiten hatte, am Rennsonntag lieferte er dennoch ab.

"Ich habe meinen Fahrstil ab dem Qualifying ein wenig umgestellt, um mehr Potenzial aus dem Auto zu holen", verrät Hamilton nach dem Rennen. "Der Start war natürlich großartig, das war wirklich der entscheidende Moment, würde ich sagen."

Mit Bildmaterial von LAT.

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