Formel 1 Monza

Lewis Hamilton: Warum das "Schumi"-Design für ihn "ziemlich passend" ist

Ferraris Schumacher-Hommage weckt bei Lewis Hamilton Erinnerungen: Der siebenmalige Weltmeister erklärt auch, wie er den aktuellen Ferrari beeinflusst

Stefan Ehlen

Stefan Ehlen

Veröffentlicht: 03.09.2026, 17:37

Link kopieren

Auf Facebook teilen

Auf Twitter teilen

Auf WhatsApp teilen

Auf Linkedin teilen

Auf Pinterest teilen

Auf Viber teilen

Als bevorzugte Quelle hinzufügen

Lewis Hamilton: Warum das "Schumi"-Design für ihn "ziemlich passend" ist

Die Startnummer 44 von Lewis Hamilton und das Logo von Michael Schumacher

Foto: Ferrari/KI-bearbeitet Ferrari/KI-bearbeitet

Ferrari-Fahrer Lewis Hamilton fühlt sich wohl damit, beim Grand Prix von Italien 2026 in Monza (alle Einheiten hier im Formel-1-Liveticker verfolgen!) zu Ehren von Michael Schumacher ein T-Shirt mit sieben Sternen zu tragen. "Das ist ziemlich passend, denn ich habe ja auch sieben Sterne", sagte Hamilton.

Die sieben Sterne stehen bei Schumacher und Hamilton für jeweils sieben WM-Titel in der Formel 1: Schumacher wurde 1994 und 1995 für Benetton sowie 2000 bis 2004 für Ferrari Weltmeister. Hamilton holte seine Titel 2008 für McLaren sowie 2014, 2015 und 2017 bis 2020 für Mercedes. (Weitere Statistiken in der Formel-1-Datenbank abrufen!)

Das Ferrari-Sonderdesign anlässlich von Schumachers erstem Heimsieg für Ferrari in Monza 1996 fühlt sich für Hamilton daher ausdrücklich "gut" an. Mehr noch: "Es fühlt sich ein bisschen so an, als wäre es auch meine Lackierung."

Das Ferrari-Sonderdesign weckt Erinnerungen bei Hamilton

In jedem Fall weckt die Hommage an Schumacher bei Hamilton Erinnerungen: "Es ist schon irgendwie verrückt. Mit ihm bin ich aufgewachsen. Ich erinnere mich einfach immer daran, Michael in diesem roten Auto gesehen zu haben. Ich weiß auch noch, wie ich Computerspiele gespielt habe und dort immer Michael in diesem Ferrari war."

Hierzu hat Hamilton in der Vergangenheit jedoch unterschiedliche Angaben gemacht: Zwar sprach er wiederholt davon, er habe stets Schumacher im Ferrari ausgewählt. An anderer Stelle aber erklärte er auch, seine Wahl sei "immer" auf Kimi Räikkönen im McLaren gefallen. Das sagte Hamilton zum Beispiel anlässlich des Formel-1-Abschieds von Räikkönen.

Vermutlich ging es ihm in beiden Fällen darum, diesen Fahrern nachzueifern. Das bestätigte Hamilton nun mit seinen Aussagen in Monza, als er über Schumacher sagte: "Ich versuchte mir vorzustellen, wie es sich wohl anfühlen würde, an seiner Stelle zu sein. Und heute habe ich das Privileg, diese Erfahrung selbst machen zu dürfen."

Gemeinsam mit Michael Schumacher auf der Strecke

Denn jetzt fährt Hamilton für das Team, mit dem Schumacher seine größten Erfolge erzielte - ein sportliches Erbe, das bis heute nicht nur in Maranello Nachhall findet. Auch Hamilton gerät ins Schwärmen: "Michael war eine echte Führungspersönlichkeit und hat während seiner gesamten Karriere Außergewöhnliches geleistet."

"Ich hatte das Privileg, zu einer Zeit in der Formel 1 zu fahren, als er selbst noch aktiv war, und gemeinsam mit ihm auf der Strecke zu sein. Das hat mir sehr viel bedeutet."

Wie viel Einfluss hat ein Formel-1-Fahrer wirklich?

Doch Hamilton betonte auch: Die Formel 1 ist ein Teamsport. "Letztendlich geht es um das Zusammenspiel sehr vieler Personen. Im Team gibt es kein 'ich'." Ein Fahrer könne zwar eine Leitfigur sein, aber nicht im Alleingang einen ganzen Formel-1-Rennstall umkrempeln - wie es Schumacher bei Ferrari oft zugeschrieben wird.

"Man kann sich das wie ein riesiges Schiff vorstellen", erklärte Hamilton. "Die Aufgabe des Fahrers besteht darin, gemeinsam mit den Führungskräften daran zu arbeiten, dieses Schiff in die richtige Richtung zu steuern."

"Das Positive, die Chance bei einem neuen Fahrer mit Erfahrung, der bereits zwei verschiedene Teams kennengelernt hat, liegt darin, dass er von außen kommt. Wenn man selbst mittendrin steckt, sieht man manchmal den Wald vor lauter Bäumen nicht."

Was Hamilton an der modernen Formel 1 fasziniert

"Wenn jemand neu dazukommt, heißt es sofort: 'Oh, das haben wir anders gemacht.' Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass diese andere Methode besser ist. Es sind einfach unterschiedliche Herangehensweisen."

Genau das mache die Formel 1 einzigartig, sagte Hamilton: Alle elf Teams arbeiten zwar nach demselben Reglement, entwickeln aber unterschiedliche technische Lösungen. "Letztlich kommen trotzdem alle ungefähr zum gleichen Ergebnis, wenn die Autos auf der Strecke innerhalb einer Zehntelsekunde liegen. Das ist schon außergewöhnlich."

Wie Hamilton zur Ferrari-Entwicklung beiträgt

Einige dieser technischen Lösungen habe er bei Ferrari bereits beeinflusst, erklärte Hamilton weiter: "Ich habe auf viele Änderungen am Auto gedrängt, die wir im vergangenen Jahr nicht umsetzen konnten. Es hat also einiges an Überzeugungsarbeit gebraucht, um manche dieser Änderungen durchzubekommen. Einige davon waren außerdem teuer und benötigten einen längeren Entwicklungsprozess."

Daher fiel die Entscheidung, Hamiltons Vorschläge zunächst virtuell im Simulator zu testen. Das geschah bereits während Hamiltons erster Ferrari-Saison 2025. "Anschließend wurden sie als Optionen für das Auto übernommen und stehen uns nun an jedem Rennwochenende zur Verfügung", sagte Hamilton.

Der vielzitierte "Blick von außen" habe in seinem Fall also geholfen, Veränderungen bei Ferrari anzustoßen. "Und wenn ich sehe, welche Fortschritte wir gemacht haben, macht mich das stolz."

Wir wollen Deine Meinung!

Was würdest Du gerne auf Motorsport.com sehen?

An unserer 5-Minuten-Umfrage teilnehmen

- Das Motorsport.com-Team

Weiterlesen :

Diese Story teilen oder speichern

Link kopieren

Auf Facebook teilen

Auf Twitter teilen

Auf WhatsApp teilen

Auf Linkedin teilen

Auf Pinterest teilen

Auf Viber teilen

Vorheriger Artikel Kimi Antonelli fürchtet nach Monza-PK Strafe: "Was habe ich gerade getan?"

Nächster Artikel Wild, traurig oder langsam: Meinungen zu Monza-Racing gehen auseinander

Mehr von

Stefan Ehlen



Übersicht: Die Rennleiter der Formel 1

Formel 1

Formel 1 15 Min.

Übersicht: Die Rennleiter der Formel 1



Ralf Schumacher: Warum Audi langfristig einen anderen Fahrer braucht

Formel 1

Formel 1 13 h

Ralf Schumacher: Warum Audi langfristig einen anderen Fahrer braucht



Live im TV und Stream: Alle Infos zur Übertragung der Formel 1 in Austin

Formel 1

Formel 1

Austin

1 T.

Live im TV und Stream: Alle Infos zur Übertragung der Formel 1 in Austin

Mehr von

Michael Schumacher



Warnung an Nico Rosberg: "Du musst da so schnell wie möglich weg!"

Formel 1

Formel 1 10 T.

Warnung an Nico Rosberg: "Du musst da so schnell wie möglich weg!"



Diesen Schumacher-Rekord könnte Max Verstappen 2030 einstellen

Formel 1

Formel 1 10 T.

Diesen Schumacher-Rekord könnte Max Verstappen 2030 einstellen



Schumacher 1994: Nach Imola war sein Benetton nicht mehr derselbe

Formel 1

Formel 1

GP San Marino

15 T.

Schumacher 1994: Nach Imola war sein Benetton nicht mehr derselbe

Mehr von

Ferrari



Ferrari-Akademie: Zwei Ab- und drei Neuzugänge bei den Junioren

Formel 1

Formel 1 20 h

Ferrari-Akademie: Zwei Ab- und drei Neuzugänge bei den Junioren



Experte: Ferrari-Fahrer müssen aufhören, gegeneinander zu kämpfen

Formel 1

Formel 1 1 T.

Experte: Ferrari-Fahrer müssen aufhören, gegeneinander zu kämpfen



Übersicht: Die Fahrer und Teams der Formel-1-Saison 2027

Formel 1

Formel 1 1 T.

Übersicht: Die Fahrer und Teams der Formel-1-Saison 2027

Aktuelle News



Übersicht: Die Rennleiter der Formel 1

Formel 1

F1 Formel 1 15 Min.

Übersicht: Die Rennleiter der Formel 1



GTWC Portimao 2026: Verstappen-AMG bei Porsche-Pole chancenlos

GTWC Endurance

GTWC GTWC Endurance 11 h

GTWC Portimao 2026: Verstappen-AMG bei Porsche-Pole chancenlos



Ralf Schumacher: Warum Audi langfristig einen anderen Fahrer braucht

Formel 1

F1 Formel 1 13 h

Ralf Schumacher: Warum Audi langfristig einen anderen Fahrer braucht



Miller scherzt über SBK-Wechsel: "Mag Michelin so sehr, dass ich dabei bleibe"

MotoGP

MGP MotoGP 14 h

Miller scherzt über SBK-Wechsel: "Mag Michelin so sehr, dass ich dabei bleibe"

Registrieren und Motorsport.com mit Adblocker genießen!

Von Formel 1 bis MotoGP berichten wir direkt aus dem Fahrerlager, denn wir lieben unseren Sport genau wie Du. Damit wir dir unseren Fachjournalismus weiterhin bieten können, verwendet unsere Website Cookies. Dadurch wird Dein Nutzererlebnis optimiert und die Werbung auf Deine Interessen zugeschnitten. Wir wollen dir aber natürlich trotzdem die Möglichkeit geben, eine werbefreie Website zu genießen.

Du hast 2 Optionen:

Jetzt registrieren Schon registriert? Dann hier einloggen!

Adblocker deaktiviert?
Dann versuche es mit Seite neu laden

Benachrichtigungs-Einstellungen

Registrieren