Lewis Hamilton: Warum ein Ferrari-Wechsel nur kurzzeitig ein Thema war

Für Lewis Hamilton stellt die Tatsache, dass er nie für Ferrari gefahren ist, kein Problem dar - "Sehr stolz" auf Erfolge mit Mercedes

Lewis Hamilton: Warum ein Ferrari-Wechsel nur kurzzeitig ein Thema war

Lewis Hamilton bereut es nicht, dass er im Laufe seiner Formel-1-Karriere nie für Ferrari gefahren ist. Wenngleich ein Engagement bei der legendären Scuderia seiner Laufbahn noch einen zusätzlichen Tropfen Pathos hinzugefügt hätte, so sei er bei Mercedes so glücklich gewesen, dass das Thema Ferrari nie konkret gewesen wäre.

"Ich bin wirklich stolz darauf, wo ich stehe und was ich mit Mercedes erreicht habe. Ich war immer der Meinung, und ich glaube, ich habe es schon einmal gesagt, dass die Idee, zu Ferrari zu gehen, ziemlich kurzlebig war, denn wenn man bei Mercedes ist, gehört man einer Familie fürs Leben an", stellt Hamilton klar.

Unter der Woche hatte Formel-1-Geschäftsführer Stefano Domenicali gegenüber 'Sky' verraten, dass er in seiner Zeit als Ferrari-Teamchef (2008 bis 2014) mit dem Gedanken gespielt habe, Hamilton ins Team zu holen. Wann genau es diese Überlegungen gab, erzählte der Italiener nicht.

Domenicali: Geplatzte Hamilton-Verpflichtung wie im Film

Domenicali verglich die damalige Situation zwischen Hamilton und Ferrari mit dem Film "Sie liebt ihn - sie liebt ich nicht" aus dem Jahr 1998. In diesem geht es darum, dass das Leben einen völlig anderen Verlauf nehmen kann, wenn sich auch nur eine Kleinigkeit ändert.

"Das war die Situation, in der Lewis zu diesem Zeitpunkt seines Lebens war", so Domenicali. Damals konnte man noch nicht absehen, wie sich Hamiltons Karriere anschließend entwickeln würde. Aufgrund seiner "unglaublichen Karriere" habe Hamilton aber ohnehin alles richtig gemacht, sagte der heutige F1-Boss.

Das sieht auch Hamilton so. Wenngleich er es selbst als "verrückt" bezeichnete, nie für Ferrari gefahren zu sein, so ist er mit sich völlig im Reinen. Bei Mercedes herrsche schließlich eine Verbundenheit zwischen Fahrern und Teams, die es so nirgendwo gebe.

Hamilton: Loyalität von Mercedes einmalig

"Wenn man sich all die historischen Fahrer ansieht, die bei Mercedes gefahren sind, dann waren sie ein Teil davon, bis sie über 90 Jahre alt waren. Und das ist etwas, was man bei keinem anderen Team und keiner anderen Marke findet", lobt der 36-Jährige, der seit 2013 für die Marke mit dem Stern fährt.

"Das ist etwas, worauf ich sehr, sehr stolz bin. Außerdem haben wir mehr erreicht als alle anderen. Und das liegt an der großartigen Teamarbeit, an der Loyalität, und das halte ich nicht für selbstverständlich", stellt er klar. Vor seiner Zeit bei Mercedes absolvierte er zwischen 2007 und 2012 den ersten Teil seiner Formel-1-Karriere bei McLaren und feierte dort 2008 seinen ersten WM-Titel.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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