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Lewis Hamilton zurück zu alter Stärke? Warum Eddie Irvine Zweifel hat

Eddie Irvine findet den Saisonstart von Lewis Hamilton nicht herausragend - China war für den ehemaligen Ferrari-Fahrer eher ein positiver Ausreißer des Briten

Lewis Hamilton zurück zu alter Stärke? Warum Eddie Irvine Zweifel hat

Lewis Hamilton holte in China seinen ersten Podestplatz für Ferrari

Foto: LAT Images

Findet Lewis Hamilton nach dem Ende der Ground-Effect-Ära in der Formel 1 wieder zurück zu alter Stärke? Dafür spricht, dass der Rekordweltmeister gleich bei seinem zweiten Rennen unter dem neuen Reglement in China seinen ersten Podestplatz für Ferrari überhaupt holte.

Ex-Ferrari-Pilot Eddie Irvine warnt allerdings davor, voreilige Schlüsse zu ziehen. "Das würde ich nicht als selbstverständlich ansehen", antwortet er gegenüber La Gazzetta dello Sport auf die Frage, ob Hamilton seine Krise jetzt überwunden habe.

"In China stand er zum ersten Mal mit Ferrari auf dem Podium, aber das ist auch seine Strecke", erklärt Irvine. In der Tat zählt der Shanghai International Circuit zu Hamiltons besten Kursen im Formel-1-Kalender. Mit sechs Erfolgen ist Hamilton Rekordsieger beim China-GP.

Flavio Briatore und Eddie Irvine in der Formel-1-Startaufstellung

Eddie Irvine (rechts) wurde 1999 Vizeweltmeister mit Ferrari

Foto: LAT Images

Und selbst 2025, als er im ganzen Kalenderjahr keinen einzigen Podestplatz holte, gewann er in Shanghai zumindest den Sprint. Laut Irvine spricht also einiges dafür, dass China für Hamilton eher ein positiver Ausreißer und nicht die neue Normalität gewesen sein könnte.

Zumal sich beim folgenden Rennen in Suzuka schon wieder ein ganz anderes Bild geboten habe. "In Japan hingegen wurde er das ganze Wochenende über von Charles Leclerc deklassiert", erklärt der Vizeweltmeister von 1999 schonungslos.

Teamkollege Leclerc fuhr dort als Dritter auf das Podium, während Hamilton lediglich Sechster wurde. Zwar trennten die beiden im Ziel auch nur zehn Sekunden, doch auch beim Saisonauftakt in Melbourne hatte sich Leclerc bereits als Dritter gegen Hamilton auf P4 durchgesetzt.

Rechnet man den Sprint in China dazu, steht es im internen Rennduell zwischen Leclerc und Hamilton damit aktuell 3:1 für den Monegassen. Der Grand Prix in Shanghai war das einzige Rennen, bei dem Hamilton vor seinem Teamkollegen die Zielflagge sah.

Mit dem neuen Formel-1-Reglement 2026 kann Irvine übrigens nicht viel anfangen. "Es gefällt mir überhaupt nicht. Da müssen definitiv Änderungen her. Es kann doch nicht sein, dass sich alles nur darum dreht, wie voll die Batterie ist", so der 60-Jährige.

"Ich liebe Elektroautos, ich habe vier davon", betont der langjährige Teamkollege von Michael Schumacher, "aber es hat keinen Sinn, die Königsklasse umweltfreundlich machen zu wollen." Zudem habe der Unfall von Oliver Bearman in Suzuka gezeigt, dass das neue Reglement auch noch "gefährlich" sei.

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