Liam Lawson über Zweikampf mit Sergio Perez: "Als kämpfe er um die WM!"
Liam Lawson ist von der Härte im Kampf um Rang 16 irritiert und vermutet, dass alte Wunden aus ihrer Red-Bull-Vergangenheit noch nicht verheilt sind
Wenn sich Perez und Lawson treffen, ist Action garantiert
Foto: Formel 1
Ein intensives Kräftemessen um Platz 16 liefert neuen Gesprächsstoff in der Formel 1. Im Zentrum stehen Liam Lawson und Sergio Perez, deren Zweikampf an Härte kaum zu überbieten war.
Obwohl es nur um eine Position im hinteren Mittelfeld ging, schenkten sich die beiden Piloten keinen Zentimeter. Insbesondere Lawson zeigte sich im Nachgang von der Vorgehensweise seines Kontrahenten spürbar irritiert.
Nach dem Rennen hielt der Neuseeländer unmissverständlich fest: "Er kämpft gegen mich, als ginge es um die Weltmeisterschaft, dabei fahren wir um P16." Diese Aussage verdeutlicht die enorme Spannung, die sich auf der Strecke entlud und die weit über einen gewöhnlichen Positionskampf hinauszugehen schien.
Perez gegen Lawson: Da war doch was
Die besondere Brisanz des Duells nährt sich aus einer vielschichtigen, gemeinsamen Geschichte. Beide Fahrer erlebten im Red-Bull-Kosmos eine von Wendungen geprägte Karriere-Achterbahn. Perez verlor seinen Platz im Top-Team Ende 2024 an den aufstrebenden Lawson.
Dessen Blitz-Aufstieg war jedoch nur von kurzer Dauer, da er selbst nach nur zwei Rennen bei Red Bull Racing wieder zum Schwesterteam Racing Bulls zurückversetzt wurde. Damit ist die Bühne für eine neue, alte Konstellation bereitet: Zwei Piloten, deren Wege sich auf Augenhöhe im Mittelfeld kreuzen und die beide eine Rechnung mit der Vergangenheit offen haben.

Sergio Perez und Liam Lawson im Zweikampf
Foto: AFP
Schon vor Lawsons kurzem Gastspiel im A-Team, etwa beim Großen Preis von Mexiko 2024, lieferten sie sich packende Duelle, die bereits die heutige Intensität erahnen ließen. Fairerweise schob Lawson im Interview hinterher, dass er die Aktion von Perez nicht als regelwidrig einstufte: "Nein, es war nichts Illegales. Er war einfach aggressiv."
Unterhaltsam oder unnötig?
Gleichzeitig relativierte er die Bedeutung des Vorfalls für sein eigenes Rennen: "Ehrlich gesagt ist es mir egal, es geht um Platz 16. Mein Rennen war zu diesem Zeitpunkt ohnehin schon gelaufen."
Sergio Perez selbst gab eine betont sachliche Einordnung des Geschehens zu Protokoll. "Das war für mich einfach nur Rennsport, ein unterhaltsamer Zweikampf. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen." Der Mexikaner verzichtete auf jede emotionale Replik und legte stattdessen den Fokus auf die sportlichen Rahmenbedingungen.
Sein zentrales Argument für die harte Gangart war die unterlegene Technik. "Ich saß in einem deutlich langsameren Auto. Von daher finde ich es absolut in Ordnung, auf diese Weise zu kämpfen." Für den erfahrenen Piloten ist es eine Frage des sportlichen Überlebens, die Nachteile des Materials durch fahrerisches Geschick und maximale Entschlossenheit zu kompensieren.
Die Episode zwischen Lawson und Perez illustriert exemplarisch, wie die persönliche Historie zweier Fahrer die Dynamik auf der Rennstrecke befeuert. Unabhängig von der WM-Platzierung sorgt ihre gemeinsame Vergangenheit dafür, dass jedes direkte Aufeinandertreffen eine besondere Intensität verspricht.
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