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Liberty Media vs. Andretti: Jetzt wird's persönlich!

Mario Andretti behauptet, dass ihm Greg Maffei beim Grand Prix von Miami gesagt habe, er werde alles dafür tun, ein Andretti-Team in der Formel 1 zu verhindern

Liberty Media vs. Andretti: Jetzt wird's persönlich!

Der Streit zwischen dem amerikanischen Andretti-Team, das in die Formel 1 einsteigen möchte, und dem Rechteinhaber der Formel 1, Liberty Media, hat am Rande des Grand Prix von Miami einen neuen Höhepunkt erreicht, wie erst jetzt bekannt wurde. Denn in Miami kam es offenbar zu einem Zwischenfall zwischen Mario Andretti und Liberty-CEO Greg Maffei, der den Chef der Formel 1 jetzt in keinem guten Licht erscheinen lässt.

Die beiden trafen bei einem Frühstück für geladene Gäste im exklusiven Palm-Club, einem VIP-Bereich für rund 200 Gäste, aufeinander. Andretti unterhielt sich gerade mit Formel-1-CEO Stefano Domenicali und sprach über seinen Besuch in Washington, D.C., als Maffei dazwischen grätschte und laut Andretti sagte: "Mario, ich werde alles in meiner Macht stehende unternehmen, damit Michael nie in die Formel 1 einsteigen kann!"

Während Stimmen aus dem Andretti-Lager bestätigen, dass sich der Vorfall so zugetragen haben und Andretti sen. unmittelbar danach "schockiert und gezeichnet" gewesen sein soll, äußern sich die Formel 1 und Maffei nicht öffentlich zu der Angelegenheit.

 

Mario Andrettis Sohn Michael versucht bekanntlich, ein Projekt auf die Beine zu stellen, mit dem er in die Formel 1 einsteigen möchte. Als Powerunit-Partner ist General Motors mit der Marke Cadillac an Bord, als technischer Berater wurde erst dieser Tage Pat Symonds von der Formel-1-Organisation abgeworben.

Die Andrettis setzen ihre Vorbereitungen auf den Formel-1-Einstieg also unbeirrbar fort, obwohl Liberty Media den Antrag auf Aufnahme des US-Teams im Januar 2024 offiziell abgelehnt hat. Davor hatte der Automobil-Weltverband dem Andretti-Projekt im Zuge eines Auswahlverfahrens die Tauglichkeit für einen Formel-1-Einstieg bescheinigt.

Was hinter dem Miami-Zwischenfall stecken könnte

Kurz vor dem fraglichen Aufeinandertreffen mit Maffei in Miami hatte Andretti auf Einladung von Mitgliedern des Kongresses in Washington, D.C. vorgesprochen. Einzelne Kongressmitglieder untersuchen derzeit die Verweigerung eines Startplatzes für Andretti in der Formel 1 als möglichen Verstoß im Sinne des Wettbewerbsrechts seitens Liberty Media.

In einem Interview mit NBC erklärt Andretti, Maffei habe ihn seit Miami nicht mehr kontaktiert. "Ich konnte es nicht glauben", sagt der 84-Jährige. "Das hat mich wirklich umgehauen. Wir reden über Business. Mir war nicht klar, dass das etwas so Persönliches zu sein scheint. Das war wirklich ... Oh mein Gott! Ich konnte es nicht glauben. Es war wie eine Kugel mitten durch mein Herz."

Das Motiv für Maffeis angebliche Verbalattacke gegen die Formel-1-Legende (Weltmeister 1978) könnte tatsächlich die Kongressuntersuchung sein. Als die Nachricht darüber bekannt wurde, drängte sich der Verdacht auf, Andretti habe alte Bekannte aus der Politik angerufen, um so den Druck auf Liberty Media zu erhöhen. Was bei Liberty natürlich gar nicht gut ankommen würde.

Aber Andretti bestreitet explizit, den Kongress von sich aus auf die Sache aufmerksam gemacht zu haben: "Ich wurde gebeten, dort hinzukommen. Ich habe das nicht initiiert." Möglich, dass ihm Maffei das nicht glaubt - und sich deswegen zu einer sehr persönlichen Reaktion hinreißen hat lassen, die nun hohe Wellen schlägt.

Andretti wähnt das Recht auf seiner Seite

Bei Andretti ist man indes zuversichtlich, den Startplatz in der Formel 1 notfalls auch mit Hilfe des Kongresses erstreiten zu können. Einem Team, das laut FIA nachweislich die notwendige Qualifikation erbringt, den Startplatz zu verweigern, sei bei einem Franchisesystem denkbar - aber nicht bei einem offen ausgeschriebenen Wettbewerb wie der Formel-1-WM.

Denn diese regelt in ihren Grundsatzverträgen und Reglements, das bis zu zwölf Teams an der Weltmeisterschaft teilnehmen dürfen. Solange diese zwölf Plätze nicht vergeben sind einem geeigneten Bewerber die Teilnahme zu verweigern, könnte der Kongress offenbar als Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht interpretieren.

Die Formel 1 ist übrigens nicht der einzige Geschäftsbereich, in dem Liberty Media Ärger mit den amerikanischen Behörden hat. Auch Live Nation, ein Schwesterunternehmen der Formel 1 im Liberty-Kosmos, das im Eventbereich tätig ist, steht aktuell unter dem Verdacht, gegen das Kartellrecht verstoßen zu haben.

Mit Bildmaterial von circuitpics.de.

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