Liberty-Pläne: Nur drei Leistungsmerkmale an Formel-1-Autos

Die Regelwerk-Arbeitsgruppe um Formel-1-Dino Pat Symonds will, dass sich die Autos leistungsmäßig nur bei Aerodynamik, Antrieb und Aufhängung unterscheiden

Die von Liberty Media gegründete Arbeitsgruppe zur Verbesserung des Sportlichen und des Technischen Formel-1-Reglements strebt an, dass sich die Boliden zukünftig nur in wenigen Punkten leistungsmäßig unterscheiden. "Wir wünschen drei Faktoren, die über die Leistungsfähigkeit entscheiden", sagt ihr Mitglied Pat Symonds. Das Ingenieurs-Urgestein meint die Aerodynamik, den Antriebsstrang und die Aufhängung, worunter er den Umgang eines Wagens mit den Reifen versteht.

Symonds betont aber, dass er den Wettbewerb in der Königsklasse nicht auf die genannten Punkte reduzieren will: "Es wird weitere Merkmale geben - etwa die Piloten, die Boxenstopps, die Crews und die Strategie. Aber das zählen wir nicht zu technischen Aspekten, auf die wir uns konzentrieren." Dennoch lassen die Aussagen den Schluss zu, dass es bald mehr Einheitsteile geben könnte, etwa bei der Elektronik. Auch erweiterte Kundenauto- und Franchise-Modelle scheinen denkbar.

So könnten Privatteams den Anschluss an die finanzstarken Werksmannschaften schaffen und mehr siegfähige Boliden in der Startaufstellung stehen, glauben zumindest einige Experten. Darunter offenbar Symonds: "Wir wollen keine Vorhersehbarkeit mehr. In den vergangenen Jahrzehnten waren die schlimmsten Zeiten die, in denen die Ergebnisse praktisch im Vorfeld feststanden", sagt er.

Einem Bericht der 'auto motor und sport' zufolge zeigt sich Liberty in einem anderen Bereich weniger auskunftsfreudig: Vertreter des Formula One Managements (FOM), darunter Chef Chase Carey, sollen sich in der jüngsten Sitzung der Strategiegruppe in der vergangenen Woche nur vage dazu geäußert haben, wie die Königsklasse ab 2021 kostengünstiger werden soll. Details zu einer neuen Einnahmeverteilung oder einer Budgetdeckelung sind angeblich nicht genannt worden. Man wolle einen offenen Konflikt mit den großen Teams im Vorfeld der neuen Saison vermeiden, heißt es.

Mit Informationen von James Newbold

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