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Logan Sargeant: Umstieg von Formel 2 auf Formel 1 ist zu schwierig

Was Williams-Fahrer Logan Sargeant an der Nachwuchsserie Formel 2 ändern würde, um den Wechsel in die "Königsklasse" Formel 1 einfacher zu gestalten

Logan Sargeant: Umstieg von Formel 2 auf Formel 1 ist zu schwierig

Die Formel 2 habe ihm "hundertprozentig" geholfen, ein besserer Rennfahrer zu werden und den Sprung in die Formel 1 zu meistern, sagt Williams-Fahrer Logan Sargeant. Er sagt aber auch: Die Formel 2 könnte Nachwuchsfahrer noch gezielter auf die Formel 1 vorbereiten.

"Ich glaube: Die Autos [in der Formel 2 und in der Formel 1] liegen wahrscheinlich ein bisschen zu weit auseinander. Es gibt einfach so viele kleine Details in der Formel 1. Und es gibt so viele mehr Faktoren, die eine Rolle spielen für deine Leistung im Auto, anders als in der Formel 2. Vieles davon kannst du in einem Formel-2-Auto gar nicht machen. Und das ist der Punkt, an dem etwas fehlt", erklärt Sargeant.

"In der Formel 2 steigst du einfach ein und fährst. In der Formel 1 aber müssen so viele Dinge stimmen, bevor du schnell sein kannst. Außerdem sind die Autos in der Formel 2 meiner Meinung nach nicht schnell genug."

Zum Vergleich: Aus etwa 1.000 PS Systemleistung holt ein Formel-1-Auto einen Topspeed von rund 370 km/h heraus. Ein Formel-2-Auto kommt bei rund 620 PS auf bis zu 320 km/h. Allerdings sind Formel-1-Autos etwas schwerer und, wie Sargeant zurecht anmerkt, deutlich komplexer aufgebaut. Allein der Antriebsstrang mit Hybrid-Komponenten stellt einen gewaltigen Unterschied zum Formel-2-Auto dar.

Perfektion ist gefragt in der Formel 1

Und es ist gerade diese Komplexität der Formel 1, die Sargeant in seinem Debütjahr 2023 hat straucheln lassen. Die "größte Herausforderung" eines Rookies sei es demnach, "an jedem einzelnen Wochenende alles auf die Reihe zu kriegen", weil es rund um ein Formel-1-Fahrzeug "so viele Variablen und Abläufe" gäbe, die "absolut stimmen" müssten.

"Es ist wirklich schwierig, über ein gesamtes Wochenende alles perfekt zu machen", sagt Sargeant. "Mit der Erfahrung wird es natürlicher, alles zusammenzubringen. Aber das hat mich manchmal definitiv zurückgehalten, und ich bin noch immer dran, die Sache in den Griff zu kriegen."

Was Sargeant wichtiger ist als WM-Punkte

2024 bekommt er bei Williams eine weitere Chance. Im zweiten Jahr in der Formel 1 will Sargeant vor allem "saubere Wochenenden hinkriegen", so meint er. "Ob ich einen Punkt mitnehme oder nicht", das sei für ihn gar nicht entscheidend, solange er nur das Beste mache aus seinen Möglichkeiten. "Wenn das bedeutet, wir holen Punkte, dann wunderbar. Wenn nicht, dann ist das eben so. Aber immerhin wüsste ich dann, ich habe alles herausgeholt. Darauf habe ich es abgesehen", sagt Sargeant. "Die Punkte sind dann nur ein Bonus."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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