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Machtkampf in der Formel 1: So schnell stürzen Teamchefs ab

Große Namen, kurze Amtszeiten: Die Formel 1 liefert zahlreiche Beispiele für überraschende Wechsel an der Spitze der Teams

Formel-1-Historie: Diese Teamchef-Wechsel kamen überraschend

Fotomontage: Yuki Tsunoda beim Boxenstopp, Red-Bull-Teamchef Laurent Mekies

Foto: Getty Images

Das Aus von Adrian Newey als Teamchef bei Aston Martin (er bleibt Technikchef) überrascht ebenso wie das plötzliche Ende der Zusammenarbeit zwischen Jonathan Wheatley und Audi nach nur knapp einem Jahr. Doch beides ist kein Einzelfall in der Formel-1-Geschichte, wie unsere Fotostrecke zeigt.

Sie unternimmt einen Streifzug durch die jüngere Historie der Rennserie und schildert mehrere Fälle von besonderer Tragweite: Wie Teamchefs teilweise nach kurzer Zeit "entmachtet" wurden oder durch spektakuläre Wechsel für Aufsehen sorgten.

Ein Paradebeispiel ist Ross Brawn: Der langjährige Technische Direktor von Ferrari suchte sich nach dem vorläufigen Karriereende von Michael Schumacher Ende 2006 eine neue Herausforderung und ging als Teamchef zu Honda.

Bei Honda blieben die Erfolge zunächst aus. Brawn musste viel Grundlagenarbeit leisten. Und gerade an der Schwelle zu einem Aufschwung hörte Honda auf. Brawn kaufte das Team, benannte es nach sich selbst und gewann unter dem neuen Formel-1-Reglement 2009 beide WM-Titel - eine Sensation!

Überraschend kamen 2013 auch das Aus von Martin Whitmarsh als McLaren-Teamchef sowie das Comeback von Ron Dennis in dieser Rolle. Dennis hatte sich eigentlich auf die Gesamtleitung von McLaren zurückgezogen, drängte nun aber wieder in das Formel-1-Programm - bis ihm interne Machtkämpfe in die Quere kamen. 2016 wurde Dennis seinerseits abgesetzt.

Nur wenig Stabilität hatte Ferrari zur Mitte der 2010er-Jahre: Stefano Domenicali verlor seinen Job als Teamchef nach dem schwachen Start in die neue Formel-1-Ära 2014. Sein Nachfolger Marco Mattiacci blieb jedoch nur wenige Monate im Amt, ehe auch er verdrängt wurde. Maurizio Arrivabene hielt sich immerhin für einige Jahre an der Spitze des Traditionsteams.

Ein Stühlerücken in der Chefetage gab es auch bei Alpine: Nachdem Otmar Szafnauer gekündigt war, hielten sich erst Bruno Famin und dann Oliver Oakes jeweils nicht lange in der Teamchef-Rolle. Dann übernahm (nominell) Steve Nielsen mit Flavio Briatore (offiziell) als Berater. Praktisch aber leitet seither Briatore den Rennstall.

Welche Teamchefs in der Formel 1 für mehrere Rennställe als Teamchef tätig waren (wie bald voraussichtlich Jonathan Wheatley), das zeigt diese Fotostrecke.

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