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Magnussen resümiert Haas-Saison 2023: Bin hier nicht die "heilige Kuh"

Trotz des letzten Platzes 2023 sieht Kevin Magnussen im Haas-Team noch viel Potenzial und betont, dass die Probleme nur gemeinsam gelöst werden können

Magnussen resümiert Haas-Saison 2023: Bin hier nicht die "heilige Kuh"

Auch wenn Haas eine weitgehend enttäuschende Formel-1-Saison 2023 erlebte und in der Konstrukteurswertung mit nur zwölf Punkten auf dem letzten Platz landete, will Kevin Magnussen sein Team in den Medien nicht kritisieren.

"Ich glaube nicht, dass es dem Team hilft, wenn man es euch billig verkauft", sagt der Haas-Pilot. "Es ist ein Teamsport. Wir sind alle involviert. Wir sind alle verantwortlich, und ich will hier nicht wie eine heilige Kuh dastehen. Ich bin ein Teil des Problems, wenn ihr so wollt, wie jedes Teammitglied bei Haas."

"Wir müssen zusammenhalten und ein Comeback schaffen, wie wir es in der Vergangenheit getan haben. Dieses Team hat bereits großes Potenzial gezeigt, und es ist an der Zeit, dass wir unsere Ziele konstant erreichen, denn ich glaube, dass das Talent und das Potenzial in diesem Team sehr groß sind."

Genau das zu entfalten, sei auch Teil seiner Aufgabe als Fahrer, sagt Magnussen: "Ich möchte also dabei sein, um es voranzutreiben und zu zeigen, was wir können."

Upgrade und gesplittete Strategie ohne Erfolg

Er und Teamkollege Nico Hülkenberg konnten 2023 zwar gelegentlich im Qualifying glänzen. Es mangelte aber an konstanter Rennpace, was vor allem an überhitzenden Reifen lag. Magnussen schaffte es nur dreimal in die Punkte und wurde 19. der Endwertung.

Für den Heim-Grand-Prix des Teams in Austin wurde zwar eine neue Aerodynamik eingeführt, die jedoch die Form nicht verbesserte. Für die letzten beiden Rennen in Las Vegas und Abu Dhabi entschied man sich, die Fahrer zu splitten: Magnussen blieb bei der neuen Version und Hülkenberg kehrte zum Original zurück.

Darauf angesprochen, betont Magnussen: "Es war wichtig, einige Streckeninformationen mit dieser Art von Auto zu sammeln. Obwohl es nicht besser war, denke ich, dass es gut war, dass wir die beiden Autos ein paar Rennen lang gesplittet gefahren sind."

"Ich hätte mir zwar gewünscht, nur ein Rennen damit zu fahren und dann wieder auf das alte Auto umzusteigen", gibt er zu. "Aber das war logistisch nicht möglich."

Magnussen hatte schon früh eine Vorahnung

Der Däne sagt, er habe schon früh gewusst, dass das Auto für 2023 nicht gut genug sein würde. "Vor allem, weil ich 2019 mit dem Team in einer sehr ähnlichen Position war, hörte ich die Alarmglocken wahrscheinlich etwas früher läuten", erklärt er. "Früher als viele andere, weil ich das 2019er-Auto gefahren bin."

"Aber auch wenn die Symptome die gleichen sind, ist es nicht sicher, dass die Ursache die gleiche ist, denn es ist ein ganz anderes Auto. Dieses Bodeneffekt-Auto erzeugt seinen Abtrieb auf eine ganz andere Weise als das, was wir 19er hatten. Wir können also nicht wirklich vergleichen", hält Magnussen fest.

Auf die Frage, ob das Team der Saison 2023 trotz aller Schwierigkeiten etwas Positives abgewinnen könne, sagt der Haas-Fahrer: "Ich denke, wie immer, wenn es so schwierig ist, lernt man viele Dinge, die man nicht gelernt hätte, wenn es glattgelaufen wäre."

"Es ist charakterbildend und es stärkt einen. Man wird widerstandsfähiger. Wir bauen Widerstandskraft für harte Zeiten auf. Das ist nichts, was ich genieße. Ich habe dieses Jahr nicht allzu sehr genossen, aber es gibt immer einen neuen Tag, um zu kämpfen. Und das nächste Jahr ist eine weitere große Chance für uns."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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