Marc Surer: Am Ende sieht Bottas "kein Land mehr" gegen Hamilton

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Marc Surer: Am Ende sieht Bottas "kein Land mehr" gegen Hamilton
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16.05.2019, 09:22

Noch ist Valtteri Bottas dran an Lewis Hamilton, doch Marc Surer glaubt, dass der Finne nicht über die gesamte Saison mit seinem Teamkollegen mithalten kann

Auf dem Papier ist das Duell zwischen Lewis Hamilton und Valtteri Bottas noch völlig offen. Nach den ersten fünf Rennen der Formel-1-Saison 2019 liegt der Weltmeister in der WM gerade einmal sieben Zähler vor seinem Teamkollegen. Drei der fünf Rennen gewann Hamilton vor dem Finnen, zweimal war es umgekehrt. Doch wie lange kann Bottas den Kampf noch so offen halten?

"Er hält dagegen. Das ist schon etwas, was auffällt. Das ist so ein bisschen Rosberg-Stil, der dann ja auch plötzlich nicht einfach nachgegeben hat, wenn der andere neben ihm war. Das gefällt mir an ihm", lobt TV-Experte Marc Surer im Podcast 'Starting Grid' und ergänzt: "Es zeugt davon, dass er es jetzt einfach wissen will. Er weiß, da sitzt einer in der Box und wartet drauf, dass er Fehler macht und nicht die Leistung bringt - nämlich Ocon."

"Er hat den Druck und weiß, er kann den Platz nur behalten, wenn er mit Lewis fightet", so Surer. Bottas hat noch keinen Vertrag für 2020 in der Tasche, und Esteban Ocon, der in diesem Jahr auf der Mercedes-Ersatzbank sitzt, wäre der logische Nachfolger, falls es für Bottas bei den Silberpfeilen nicht weitergehen sollte. Da wäre es natürlich hilfreich, wenn er bis zum Ende des Jahres mit Hamilton um den Titel kämpfen kann.

Surer hat allerdings Zweifel daran, dass Bottas dieses Level bis Abu Dhabi halten kann. "Ich hatte in Barcelona in den Trainings extrem den Eindruck, dass Bottas das Auto besser liegt als Hamilton", erklärt er und erinnert: "Das hat's ja auch schon gegeben in der Zeit, als er mit Nico Rosberg fuhr. Auch da gab's Zeiten, in denen Lewis gehadert hat mit dem Handling des Autos, das ihm nicht so in der Hand lag."

"Er hat es dann aber wieder umdrehen können. Ich glaube, dass das auch in diesem Jahr passieren wird. Und dann sieht Bottas kein Land mehr", prophezeit der Schweizer, der zudem glaubt, dass Hamilton im Zweifel immer noch eine Schippe drauflegen kann, wenn Bottas ihm wirklich gefährlich werden sollte. "[Hamilton] war in Barcelona nicht happy. Man konnte ihm ansehen, dass er nicht zufrieden ist", erklärt Surer.

"Ob mit sich oder mit dem Auto, ist schwer zu sagen. Aber man hat das beim Fahren gesehen und man hat es auch an seinem Gesicht gesehen. Er war nicht da, wo er sein sollte. Am Sonntag war er dann ein anderer Mensch. Wenn es wieder läuft, wächst er über sich hinaus. Das sieht man bei ihm immer wieder. Das heißt, da steckt immer noch was in ihm, und ich glaube, das weiß er auch", so Surer.

Er ergänzt: "Das gibt ihm die gewisse Sicherheit zu wissen: 'Wenn's drauf ankommt, kann ich [Bottas] zwei, drei Zehntel geben.'" Zuletzt war Bottas vor allem im Qualifying stark. Der Finne stand in China, Baku und Barcelona dreimal in Folge auf Pole. Zwei der drei Rennen konnte am Ende allerdings Hamilton gewinnen, nachdem er sich beim Start gegen seinen Teamkollegen durchsetzen konnte.

Mit Bildmaterial von LAT.

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